In der brummenden Atmosphäre des Millerntor-Stadions kam das Publikum auf seine Kosten, zumindest was Spannung und Einsatz betraf – Tore jedoch blieben Mangelware. St. Pauli verteidigte engagiert gegen individuell starke Frankfurter und setzte immer wieder kleine Nadelstiche nach vorne. Gleich zweimal krachte der Ball ans Aluminium – erst war Pereira Lage der Pechvogel, dann scheiterte Sinani an der Torumrahmung. Nach dem Seitenwechsel bäumten sich beide Teams noch einmal auf, Trainer probierten es mit personellen Kniffen und neuen Impulsen. Doch trotz gelegentlicher Hektik und einigen Halbchancen gelang weder St. Pauli noch der Eintracht der Lucky Punch. Schiedsrichterin Dingert beendete pünktlich die Partie, in der sich am Ende wohl beide Teams über einen Zähler eher pragmatisch als euphorisch freuten. St. Pauli verbleibt dünn über dem Strich auf Platz 15, Frankfurt bleibt Siebter. Am kommenden Freitag müssen die Hamburger nach Mönchengladbach, während für die Eintracht ein Heimspiel gegen Heidenheim ansteht. Was bleibt? Ein bisschen Enttäuschung – und die nüchterne Erkenntnis, dass Effizienz manchmal alles ist.
Ein intensives, aber torloses Bundesligaspiel endete ohne Sieger: Sowohl St. Pauli als auch Eintracht Frankfurt konnten gute Möglichkeiten nicht nutzen – zweimal verhinderte das Aluminium einen Treffer der Gastgeber. Nach wie vor steckt St. Pauli im Abstiegskampf, die Eintracht bleibt auf Kurs Europa, ohne den ersehnten Befreiungsschlag geliefert zu haben. Zuletzt wurde in mehreren Medien berichtet, dass insbesondere St. Pauli mit Verletzungssorgen und einer Formkrise kämpft, was sich in verpassten Großchancen wie im Spiel gegen Frankfurt widerspiegelt. Eintracht Frankfurt wiederum wird vorgeworfen, zu selten das letzte Risiko zu gehen, wodurch bereits mehrfach in dieser Saison wertvolle Punkte verloren gingen. Interessant: Frankfurts Trainer betonte in einem Interview die Notwendigkeit größerer Konsequenz im Torabschluss und hob die defensive Stabilität beider Teams hervor – das Unentschieden sei am Ende 'irgendwie verdient, aber auch frustrierend'.