Beide arbeiten: Duale Erwerbstätigkeit bei Paaren im Trend

Das klassische Rollenbild, in dem nur eine Person in der Partnerschaft das Haupteinkommen verdient, verliert zunehmend an Bedeutung. Mittlerweile wächst die Zahl jener Paare, in denen beide Partner erwerbstätig sind – ganz gleich, ob in Voll- oder Teilzeit.

heute 08:35 Uhr | 2 mal gelesen

Interessant, wie schnell sich gesellschaftliche Realitäten drehen: 2025 lebten etwa 14 Millionen Paare im Alter von 15 bis 64 Jahren in Deutschland. Nur noch in einem Viertel dieser Partnerschaften war es so, dass eine Person wenig oder gar nicht arbeitete, während die andere mehr als einen Minijob hatte – so das Statistische Bundesamt. Tatsächlich sind heute bei fast 69 Prozent der Paare beide Partner mehr als nur geringfügig beschäftigt. Es mutet fast ein bisschen wie ein Wechsel der Grundmelodie an – zehn Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei rund 60 Prozent. Gleichzeitig gibt es offenbar immer weniger Paare, bei denen nur eine Person (wenn überhaupt) „das Geld nach Hause bringt”. 2015 traf das noch auf jedes dritte Paar im arbeitsfähigen Alter zu. Der Wechsel von geringfügigen Jobs hin zu Teilzeit- oder sogar Vollzeitstellen scheint also tatsächlich spürbar stattgefunden zu haben. Wirklich arbeitsfern, wenn man das so nennen möchte, sind heute wohl beide Partner nur noch in sechs Prozent der Partnerschaften – auch das weniger als noch vor einem Jahrzehnt. Diese Entwicklung illustriert ziemlich klar, wie sich Arbeits- und Familienmodelle in Deutschland wandeln. Die Frage, warum das so ist, bleibt natürlich nicht unbeantwortet. Einerseits sind Lebenshaltungskosten gestiegen, andererseits geraten klassische Rollenmuster immer stärker ins Wanken. Und: Vielleicht wünschen sich viele auch schlicht mehr Unabhängigkeit – oder schlicht zwei Einkommen, um über die Runden zu kommen. Perfekt ist das alles noch lange nicht, aber eine spannende Entwicklung allemal.

Immer mehr Paare in Deutschland teilen sich das Erzielen des Familieneinkommens – deutlich mehr als noch vor zehn Jahren. Laut Statistischem Bundesamt waren 2025 fast 69 Prozent aller Paare im erwerbsfähigen Alter beide mehr als geringfügig beschäftigt. Faktoren wie steigende Lebenshaltungskosten, der Wunsch nach finanzieller Eigenständigkeit beider Partner, aber auch der gesellschaftliche Wandel hin zu mehr Gleichberechtigung in der Erwerbsarbeit treiben diese Entwicklung voran. Aktuelle Medienberichte beleuchten ergänzend, dass viele Paare vor der Herausforderung stehen, Erwerbstätigkeit mit Familienleben zu vereinen – gerade in Hinblick auf Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle oder die Abschaffung des Ehegattensplittings, das diskutiert wird. Verschiedene Stimmen fordern politische Maßnahmen zur weiteren Förderung partnerschaftlicher Erwerbsmodelle und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aus der aktuellen Presse geht ebenfalls hervor, dass die wachsende Erwerbstätigkeit von Frauen nicht nur als wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern zunehmend auch als selbstverständlicher Teil ihrer Lebensplanung betrachtet wird.

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