Grüne knapp vor CDU – Vorläufiger Wahlsieger in Baden-Württemberg

Einen spannenden Wahlabend bescheren die 18-Uhr-Prognosen: Die Grünen setzen sich in Baden-Württemberg leicht von der CDU ab – zumindest, wenn man den Hochrechnungen von ARD und ZDF Glauben schenkt.

08.03.26 18:07 Uhr | 17 mal gelesen

Dicht auf den Fersen der Grünen landet die CDU – Ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das an einen langen Boxkampf erinnert, bei dem noch nicht klar ist, wer wirklich als Sieger aus dem Ring steigt. Immerhin: Die Grünen sichern sich laut durchschnittlicher Prognose rund 31,8 Prozent der Stimmen, während die CDU bei etwa 29,8 Prozent landet. Die AfD folgt mit deutlich Abstand und kommt auf 17,8 Prozent im Mittel, was dennoch ihre Position als drittstärkste Kraft bestätigt. Mit einem beinahe zittrigen Durchmarsch schafft die SPD mit 5,5 Prozent gerade so den Sprung ins Parlament – knapp und doch ausreichend. Für die Linke und die FDP heißt es dagegen Zittern abseits des Rampenlichts: Beide verbleiben mit je 4,5 Prozent unter der Fünf-Prozent-Schwelle. Interessant am Rande: Die sogenannten Sonstigen konnten sich immerhin 6,3 Prozent sichern – ein bunter Mix aus Kleinparteien, deren Stimmen manchmal sinnbildlich wie Kieselsteine ins parteipolitische Getriebe fallen. Die Zahlen, um das nicht zu vergessen, stammen aus den Nachwahlbefragungen von Infratest dimap (im Auftrag der ARD) sowie der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) – befragt wurde direkt am Sonntag in den Wahllokalen. Echtzeitgefühl also, mit allen Unsicherheiten, die so ein Wahlabend eben mit sich bringt.

Die Landtagswahl Baden-Württemberg zieht erneut große Aufmerksamkeit auf sich, denn der Höhenflug der Grünen – bislang fest verankert im Südwesten – scheint sich weiter zu bestätigen. Auch wenn die offiziellen Endergebnisse zum Zeitpunkt der Prognose noch ausstehen, lässt sich bereits ablesen: CDU und Grüne bleiben die dominierenden Kräfte. Inzwischen läuft im Netz die Debatte heiß über Koalitionsmöglichkeiten, die Bedeutung von Bundespolitik im Land und ob die SPD in Baden-Württemberg endgültig zur Randerscheinung geworden ist. Besonders auffällig ist 2024, wie der fraktionsübergreifende Wahlkampf im Schatten bundespolitischer Turbulenzen stattfand und die AfD trotz bundesweiter Einbußen in Baden-Württemberg stabil blieb. Mit Blick auf die Wahlbeteiligung wird bereits über die Mobilisierungsmacht der Parteien diskutiert. Interessantes Nebenprodukt: Laut ersten Analysen könnte das Abschneiden der Sonstigen und die geringe SPD-Stärke Koalitionsgespräche deutlich schwieriger machen.

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