Henning Höne fordert für die FDP eine inhaltlich breit aufgestellte Erneuerung und möchte unterschiedliche Strömungen des Liberalismus zusammenführen. Dabei plädiert er insbesondere für einen konstruktiven Umgangsstil innerhalb der Partei, um Spaltung zu vermeiden – ein klarer Seitenhieb auf die aktuelle Fokussierung auf Einzelthemen und Personaldebatten. Neues bietet auch sein Ansatz in der Preispolitik: Die von ihm adressierte 'Einmal-am-Tag-Regel' bei Spritpreisen ist aktuell in der politischen Diskussion hoch umstritten, da sie augenscheinlich mehr schadet als nützt. In aktuellen Berichten wird noch deutlicher, dass es innerhalb der FDP an verschiedenen Fronten rumort: Parteivize Kubicki lässt eine Kandidatur für den Vorsitz zumindest offen, während Landeschef Höne die Partei mit einer inhaltlichen Breite und einer Verständlichkeit ansprechen will, die übers Alltägliche hinausgeht. Dazu kommen wachsende Zweifel an der Wirksamkeit kartellrechtlicher Regelungen gegen hohe Kraftstoffpreise, was auch in der Ampel-Koalition zu Diskussionen über die künftige Ausrichtung der Wirtschaftspolitik führt. Nach außen wirkt die FDP angespannt, wobei eine breite programmatische Aufstellung von Teilen der Basis gefordert wird, aber noch kein Konsens über den richtigen Kurs gefunden ist.