In einer aktuellen Befragung durch das Institut Insa für die "Bild am Sonntag" zeigt sich: Die Furcht vor einem militärischen Angriff Russlands hat in der deutschen Bevölkerung eindeutig nachgelassen. Laut Umfrage nennen nur noch 38 Prozent der Befragten eine entsprechende Sorge – im Vergleich zum vergangenen September ist das ein deutlicher Rückgang um 14 Prozentpunkte. Die Mehrheit, nämlich 50 Prozent, sieht aktuell keinen Grund zur Beunruhigung, wobei zwölf Prozent keine klare Stellung abgaben. Was jedoch hängen bleibt, ist eine ausgeprägte Unsicherheit über die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Lediglich 17 Prozent haben Vertrauen in die Bundeswehr, das Land ausreichend schützen zu können, während 72 Prozent daran Zweifel haben.
Interessant – oder vielleicht eher ernüchternd – wirkt die Einschätzung zur US-Unterstützung: Nur etwa ein Drittel rechnet fest mit Beistand aus den Vereinigten Staaten, falls es tatsächlich zu einem Angriff kommen sollte. Fast die Hälfte der Befragten hält das für unwahrscheinlich. Überraschend hoch bleibt hingegen die Angst vor Cyberangriffen, Spionage und Sabotage aus Russland – zwei Drittel erwarten hier Beeinträchtigungen im Alltag oder in der Infrastruktur. Befragt wurden dazu am 21. und 22. Mai 2026 insgesamt 1.005 Personen. Ehrlich gesagt, diese Mischung aus Nachlassen von militärischer Angst und gleichzeitigem Vertrauensverlust in die eigene Schutzfähigkeit fühlt sich wie eine merkwürdige Schieflage an. Trauen wir uns als Gesellschaft eigentlich noch zu, robust mit Bedrohungen umzugehen? Oder macht die tägliche Nachrichtenflut einfach nur abstumpfend?
Anmerkung: Statistiken zeigen oft mehr als bloße Zahlen – sie spiegeln auch kollektive Stimmungsschwankungen wider. Und wer weiß, vielleicht rückt Sicherheit ja wieder ins Zentrum, wenn die nächste Krise vor der Tür steht.
Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die Angst in Deutschland vor einem russischen Militärschlag deutlich abgenommen hat. Trotzdem mischt sich in die allgemeine Entspannung eine bisweilen tiefgründige Skepsis bezüglich der eigenen Verteidigungsmöglichkeiten und mögliche Hilfestellungen durch internationale Partner. Ein wachsender Teil der Bevölkerung ist zudem unvermindert beunruhigt, was Cyber-Attacken und verdeckte Operationen betrifft. Zuletzt ist auch in anderen großen Medien ein Trend zu beobachten, dass Menschen zwar akute Kriegsangst verlieren, aber nicht zwangsläufig ein gestärktes Sicherheitsgefühl entwickeln – sondern eher eine diffuse Unsicherheit zurückbleibt. In Recherchen verschiedener Tages- und Wochenzeitungen wird zudem diskutiert, wie politische Führung, Medien und auch Experten mit dieser Entwicklung umgehen und ob Deutschland tatsächlich ausreichend auf hybride Bedrohungen – also Angriffe jenseits klassischer Militäraktionen – vorbereitet ist.