Schalke ringt Paderborn nieder: Dramatischer Auswärtssieg im Aufstiegsrennen

Mit einem furiosen Comeback sichert sich Schalke 04 einen lebenswichtigen Dreier bei Paderborn – und baut damit den Aufstiegstraum weiter aus.

heute 15:32 Uhr | 3 mal gelesen

Es gibt Fußballabende, an denen Schrittfolgen eines Spiels noch tagelang durch den Kopf geistern – und das gestrige Duell zwischen dem SC Paderborn und Schalke 04 gehört eindeutig dazu. Zunächst schien alles nach Plan für die Hausherren zu laufen: Laurin Curda netzte sehenswert volley in Minute 13, und durch Marinos Abstauber nach 26 Minuten dachten viele schon an einen entspannten Abend für den SCP. Doch Fußball folgt selten einer geraden Linie. Schalke zeigte ab der 30. Minute ein anderes Gesicht: Erst verkürzte Ljubicic nach zielgenauer Ndiaye-Flanke, dann bugsierte Aouchiche den Ball quasi mit letzter Kraft unter die Latte (gleichzeitig ein Paradebeispiel für glückliche Hartnäckigkeit). Nach dem Pausentee entwickelte sich ein richtiges Nervenspiel, das erst in der 83. Minute zugunsten der Gelsenkirchener kippte. Wieder Ljubicic, nach Sylla-Weiterleitung – Tor, Jubel, kollektives Aufatmen. Kurios: Der Spielstand wirkte so gar nicht wie aus einem Rechenzentrum, sondern wie aus einem dieser Straßenfußball-Filme, wo kein Drehbuch wirklich vorherplanbar ist. Mit diesem Sieg hat Schalke nun tatsächlich Matchball; nächsten Samstag kann gegen Düsseldorf der direkte Wiederaufstieg klargemacht werden. Paderborn hingegen blickt mit leicht bangem Gefühl auf die Tabelle, der Relegationsplatz rückt bedenklich näher. Noch am Rande: Der VfL Bochum siegte 2:1 gegen Fürth, während Nürnberg knapp Magdeburg bezwang.

Schalke 04 drehte die Partie bei Paderborn nach erheblichem Rückstand und erarbeitete sich einen enorm wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen. Nach frühem 0:2 gelang es den "Königsblauen", durch starke Moral, taktische Umstellungen und zwei Ljubicic-Tore das Spiel komplett zu wenden – bemerkenswert angesichts der nervösen Atmosphäre und der prekären Ausgangslage. Schalke steht nun mit einem Bein in der Bundesliga, während für Paderborn die Lage bedrohlich bleibt, was in der jüngsten Berichterstattung auch als Paradebeispiel für die Dramatik der 2. Liga diskutiert wurde. Immer wieder ist zu beobachten, dass Spiele in der zweiten Bundesliga von solchen Ereignissen geprägt werden, bei denen der mentale Faktor fast genauso entscheidend ist wie das spielerische Vermögen. Laut einem Kommentar der Zeit wurde das Aufeinandertreffen als "kleines Abbild fußballerischer Ungleichzeitigkeiten" beschrieben. Laut süddeutsche.de ist besonders die Auswärtsstärke Schalkes in dieser Saison erwähnenswert; das Team scheint auf fremdem Platz mutiger und spielfreudiger zu agieren als daheim. Diese Beobachtung bestätigen auch aktuelle Analysen des kicker, wonach Schalke inzwischen als Favorit auf den zweiten Aufstiegsrang gilt, während Paderborn in den verbleibenden Spielen bereits das Abrutschen in die Relegation fürchten muss.

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