Forsa-Umfrage: Verhaltener Zuspruch für Thorsten Frei als Unionsfraktionschef

Die geplante Ernennung von Thorsten Frei zum Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion löst unter den Deutschen bislang wenig Begeisterung aus – viele bleiben noch unentschieden.

heute 13:28 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal sind politische Personalien wie Würfelspiele: Man weiß eigentlich nicht so genau, wohin die Reise geht. So auch beim möglichen neuen Fraktionsvorsitzenden der Union, Thorsten Frei. Laut jüngster Forsa-Umfrage (für den 'Stern', RTL und ntv) trauen lediglich 37 Prozent der Deutschen Frei wirklich diesen Chefposten zu. Ein weiteres Drittel, ziemlich exakt 37 Prozent, hält sich lieber noch bedeckt und kann oder will kein Urteil fällen. Der Rest, 26 Prozent, spricht ihm die Eignung ab – auch das ist recht ordentlich. Interessant (und vielleicht fast typisch für das Polit-Deutschland im Jahr 2026): Die größte Zustimmung kommt – wenig überraschend – von den Unionsanhängern selbst. Hier sehen knapp sieben von zehn Befragten den Posten in guten Händen. Selbst bei den Sozialdemokraten: Immerhin jeder Zweite würde Frei da nicht von der Kante schubsen. Doch in der Gesamtbevölkerung scheint er noch eher ein organisierender Hintergrundakteur als ein charismatischer Aushängeschild zu sein. Kein Wunder bei jemandem, der bislang als Kanzleramtschef agierte – häufig im Schatten und mit Aktenordner statt Selfiestick. Dass nach dem Rücktritt von Jens Spahn die Personalie so wichtig ist, sagt auch einiges über die angespannte Atmosphäre in der Union. Die Leute schauen erstmal, ob's knallt oder funzt. Die Forsa-Umfrage, durchgeführt am 23. und 24. Juli 2026 mit 1.001 Befragten, hält das Thermometer an eine Partei, die ihre Geschlossenheit dringend braucht.

Thorsten Frei wird als Nachfolger von Jens Spahn für den Vorsitz der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag gehandelt. Laut einer Forsa-Umfrage sieht ihn jedoch nur etwa ein Drittel der Deutschen als geeignet an, während viele noch unschlüssig sind – vermutlich auch, weil Frei außerhalb der Polit-Bubble noch wenig bekannt ist. Wie die aktuellen Recherchen zeigen, diskutieren auch verschiedene Medien Frei als pragmatische, aber eher unauffällige Figur, so betont z.B. die Süddeutsche die Unsichtbarkeit Freis abseits seiner politischen Netzwerke, während die FAZ auf die Erwartungen nach einem klaren Führungsstil hinweist. In den letzten zwei Tagen wurden in mehreren großen Tageszeitungen weitere Analysen zu Freis Führungsstil und möglichem Einfluss auf den Kurs der Union veröffentlicht. Diese beleuchten die Herausforderungen für die Fraktion nach Spahns Abgang, die gespaltene Stimmung in der Partei und die Frage, ob Frei den Spagat zwischen Kontinuität und nötigem Aufbruch meistern kann.

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