Der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Carsten Müller, fordert nach dem Anschlag auf den Berliner CSD eine offenere und engere Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden. Für ihn steht dabei im Zentrum, Sicherheitslücken zu identifizieren und diese durch ein verbessertes, gemeinsames Krisenmanagement zu schließen. Erst die laufenden Ermittlungen werden zeigen, an welchen Stellen konkret nachgesteuert werden muss – Müller mahnt dabei auch zur Selbstkritik seitens der Behörden und betont die Bedeutung eines offenen Austauschs zwischen den verschiedenen staatlichen Ebenen und Institutionen. Zusätzliches Recherche-Update: Nach ersten Berichten wurde die Sicherheitslage vieler Großveranstaltungen in Deutschland neu bewertet; mehrere Politiker (u.a. von Grünen, SPD und FDP) sehen einen akuten Handlungsbedarf zum besseren Schutz queerer Communitys, aber auch bei der Prävention von rechten Angriffen. Das Bundesinnenministerium prüft zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, darunter den Einsatz mobiler Einsatzteams und verstärke Videoüberwachung bei sensiblen Veranstaltungen. Parallel wächst die gesellschaftliche Debatte darüber, ob die Sicherheitsbehörden ausreichend für die neuen Bedrohungslagen sensibilisiert sind – und fordert zugleich, dass polizeiliche Maßnahmen nicht zu Lasten der Freiheit offener Begegnungen gehen.