Personalbeben in der CDU: Franziska Hoppermann übernimmt Linemanns Posten

Fraktionschef Friedrich Merz hat seinem Team ein deutliches Update verpasst: Nach internen Beratungen gibt Franziska Hoppermann künftig als Generalsekretärin den Takt für die CDU an. Die Liste weiterer Wechsel ist lang – und reicht vom Gesundheitsressort bis ins Kanzleramt.

heute 12:59 Uhr | 2 mal gelesen

Carsten Linnemann räumt seinen Stuhl des CDU-Generalsekretärs, um das Gesundheitsministerium zu übernehmen, während Franziska Hoppermann – bisher als Schatzmeisterin und Präsidiumsmitglied schon mit dem Maschinenraum der Partei vertraut – diesen Posten antritt. Merz begrüßt diese Wahl mit den Worten: "Sie kennt den Laden, sie weiß, wie der Hase bei uns läuft." Allerdings – darauf weist er deutlich hin – sind leichte Zeiten etwas anderes. Die Partei steht nicht nur vor innerparteilichen Weichenstellungen, sondern auch gesellschaftlich und auf Regierungsebene unter Druck. In der zweiten Personalreihe wird ordentlich durchgewischt: Christiane Schenderlein wird vom Sport in den Bereich Gesundheit transportiert und beerbt dort Tino Sorge als parlamentarische Staatssekretärin. Über eine etwaige Nachfolge durch die Ex-Nationalspielerin Nadine Kessler hüllt sich Merz noch in Schweigen – vielleicht auch, weil er sich Zeit verschaffen will. Weiter wird Gitta Connemann künftig als parlamentarische Staatssekretärin im Digitalministerium tätig, Philipp Amthor wiederum rückt mit neuen Aufgaben ins Kanzleramt. Johannes Steiniger – bislang im Bundestag auffällig – bekommt als Mittelstandsbeauftragter nun die Chance, Wirtschaftspolitik aktiv zu begleiten. Die jüngsten Veränderungen im Ministerkarussell hatten sich schon angedeutet: Nina Warken wird Kanzleramtsministerin in Nachfolge von Thorsten Frei, Steffen Bilger nimmt Schnieders Platz als Verkehrsminister ein. So viel Bewegung war selten – ob es wirklich Schwung bringt, bleibt allerdings abzuwarten.

Die CDU baut unter Vorsitz von Friedrich Merz ihre Führung grundlegend um. Franziska Hoppermann rückt als neue Generalsekretärin auf, während Carsten Linnemann ins Bundesgesundheitsministerium wechselt. Zugleich gibt es zahlreiche Wechsel auf Staatssekretärsebene – ein personeller Neustart, mit dem die Partei wohl auf aktuellen gesellschaftlichen Druck und die Erwartung nach Erneuerung reagiert, auch um sich für kommende Wahlkämpfe in Position zu bringen. Fast schon im Wochentakt schieben sich damit neue Namen auf markante Posten – ein Indiz, dass in der dritten Legislaturhälfte eine Art neue Betriebsamkeit im Regierungsapparat eingezogen ist. Nach Recherche aktueller Medienberichte zeigt sich: Die CDU steht angesichts der Debatten um ihren Kurs und die gestiegenen Erwartungen der Wählerschaft unter Zugzwang. Zudem wird in politischen Kommentaren bezweifelt, ob das neue Team die innerparteilichen Flügel dauerhaft zusammenführen kann – die nächsten Monate dürften einen ersten Eindruck liefern.

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