Grüne Bühne: MDR hebt den Wald ins Rampenlicht – Startschuss zur Publikumsreihe am 21. Juni in Thale

Leipzig – Vom Märchen bis zur Baustelle der Zukunft, der Wald bleibt ein faszinierendes Rätsel. Der MDR nimmt das Waldthema mit seinem Sommer-Schwerpunkt „Wald, Leben, Zukunft“ ab dem 21. Juni 2026 genauer ins Visier. Den Auftakt macht eine offene Dialogveranstaltung mit Publikum und ARD-Power an der Walpurgishalle in Thale, zwischen Hexentanzplatz und Waldesrauschen. Zwischen drängenden Klimafragen, Urlaubsträumen und Musik entdecken Besucher, wie viel Hoffnung (und Sorge) in Deutschlands Wäldern steckt. Als besonderer Abschluss lockt am 23. August ein Familientag samt Konzert unter Baumwipfeln im Hainich.

heute 10:05 Uhr | 2 mal gelesen

Wälder. Für die einen ein Fluchtpunkt aus dem Alltag, für andere purer Rohstoff oder Hoffnungsträger beim Kampf gegen das Klima. Doch immer öfter gerät dieses komplexe Ökosystem unter Druck. Grund genug für den MDR, sich vom 21. Juni bis 23. August 2026 in einem multimedialen Schwerpunkt dem Thema zu widmen – irgendwo zwischen Infotainment, Kunst und echtem Gespräch mit jenen, die mittendrin leben. Zum Auftakt lädt ‚MDR mittendrin‘ ab 11 Uhr an die Walpurgishalle beim sagenumwobenen Hexentanzplatz in Thale. Waldidylle trifft auf Podcast – passend gibt es eine Live-Folge vom „ARD Klima Update“ mit Arne Schulz (NDR) und musikalische Leckerbissen vom MDR-Sinfonieorchester. Auch Mut zum Mitmachen ist gefragt. Moderiert wird das Ganze von Claudia Reiser. Noch unveröffentlichte Eindrücke liefert die MDR-Doku „Aus der Asche. Was kommt nach dem Waldbrand?“, bald streambar in der ARD-Mediathek. Direkt am MDR-Dialoghaus können Besucher mit Redaktionen von „MDR WISSEN“, „unicato“, MDR JUMP und Co. ins Gespräch kommen – persönlicher Austausch ist ausdrücklich erwünscht. Der Wald in Mitteldeutschland – zwischen Harz und Thüringer Wald, Erzgebirge und Zittauer Gebirge – steht im Wandel: Trockenheit, Sturm, Borkenkäfer – die klassischen Stichworte. MDR fragt: Was wird aus CO2-Speicher und Lebensraum, wenn die Katastrophenfrequenz steigt? Was wächst nach einem Feuer? Und wie bleibt der Wald dennoch Inspirationsquelle für Künstler bis heute? Gerade wird auch der 200. Todestag von Carl Maria von Weber begangen, dessen „Freischütz“ ohne Waldeinsamkeit und -mythos undenkbar wäre. Den Abschluss bringt das Familienhighlight im Hainich: Am 23. August gibt’s zwischen den Baumwipfeln Musik und Walderfahrungen zum Anfassen – samt Blick hinter die Kulissen mit einer Försterin, deren Arbeitsalltag der MDR über Jahre begleitete. Filmausschnitte, Gespräche, Perspektivwechsel: Der Wald als Thema zum Wiederentdecken – für Jung und Alt.

Der MDR widmet sich mit dem mehrwöchigen Sommerprogramm dem Thema Wald, dessen Bedeutung als Sehnsuchtsort, Klimaschützer und Rohstofflieferant zunehmend von klimatischen und gesellschaftlichen Veränderungen herausgefordert wird. Experten und Publikum tauschen sich in verschiedenen Formaten über aktuelle Probleme wie Dürre, Brände und Biodiversität aus – immer mit künstlerischen, kulturellen und historischen Bezügen, etwa zum Jubiläumsjahr des Komponisten Carl Maria von Weber, dessen Werk maßgeblich vom Wald inspiriert wurde. Der aktuelle Forschungsstand (2024) zeigt: Zwar wachsen auf 32% der deutschen Landesfläche Wälder, doch massive Schäden durch Trockenheit, Schädlinge und Sturm werfen große Fragen für die Zukunft auf – wissenschaftliche Studien (z.B. beim BUND oder Thünen-Institut) beklagen Verlust an Artenvielfalt und die niedrige Resilienz vieler Forstflächen. Auch nutzt Deutschland nach wie vor große Mengen Holzbrennstoff, wobei Diskussionen um nachhaltige Forstwirtschaft und Wiederaufforstung aufkommen. Neue Initiativen und Projekte, etwa zur Förderung naturnaher Mischwälder und zur Bildung von Jungförster*innen, prägen aktuell die Debatte (siehe BMBF-Initiative "Wald im Wandel"). Zudem wächst das öffentliche Bewusstsein für die Rolle des Waldes für die seelische Gesundheit („Waldbaden“), aber auch für nachhaltigen Tourismus und den Stellenwert lokaler Traditionen. Die Berichterstattung der letzten zwei Tage hebt vor allem die aktuelle Trockenheit in den Wäldern Mitteldeutschlands und die Herausforderungen bei der Wiederaufforstung hervor.

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