Hohe LDL-Cholesterinwerte: Wirtschaftliche Brisanz und präventive Schätze – Zahlen für 2024

München – Am 12. Juni, dem „Tag des Cholesterins“, lenkt MSD den Blick auf einen wenig beachteten Kostenfaktor: Erhöhte LDL-Cholesterinwerte. Der neue Bericht, den das Londoner Office of Health Economics für MSD erarbeitete, legt eindrücklich offen, wie tiefgreifend das Problem in Deutschland finanziell durchschlägt. Laut den Berechnungen summieren sich allein in diesem Jahr die ökonomischen Folgen auf 17,3 Milliarden Euro – das ist nicht nur eine medizinische, sondern auch eine volkswirtschaftliche Dimension, die nachdenklich stimmt.

heute 10:05 Uhr | 2 mal gelesen

Warum LDL-Cholesterin längst mehr als ein Begriff aus dem Labor ist

Mal ehrlich: Wer denkt bei Cholesterin schon sofort an das Firmenkonto der deutschen Wirtschaft? Dabei ist das „böse“ LDL-Cholesterin viel mehr als nur ein Laborwert. Laut aktuellen Zahlen des Gesundheitsberichts beliefen sich die direkten Kosten für Herz-Kreislauf-Leiden 2024 in Deutschland auf satte 22 Milliarden Euro. Rechnet man noch die durch Arbeitsausfälle und vorzeitigen Tod verursachten indirekten Kosten (knapp 29 Mrd. Euro) oben drauf, kommt eine immense Gesamtsumme von 50,6 Milliarden Euro zusammen – das sprengt sogar die Ausgaben für den oft diskutierten Fachkräftemangel.

LDL-Cholesterin – der unsichtbare Wirtschaftsbremser

Der Löwenanteil – exakt 17,3 Milliarden Euro – liegt dabei an den Folgen erhöhter LDL-C-Werte. LDL, also „Low Density Lipoprotein“, ist der Stoff, der Arterien schleichend beschädigt und Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder pAVK verursachen kann. Über die Volkswirtschaft verteilt, entspricht das pro betroffener Person etwa 2.200 Euro jährlich, die Kosten durch Komplikationen verursachen. Da fragt man sich fast, warum die Prävention nicht schon längst an erster Stelle der Gesundheitspolitik steht.

MSD-Managerin Kirsten Hoyer bringt es auf den Punkt: „Wir verschenken irrsinnig viel Potenzial, weil Prävention und konsequente Senkung von LDL-C noch nicht ernst genug genommen werden.“ Viele Menschen kennen ihre Cholesterinwerte schlicht nicht. Das Resultat: Die Kosten steigen und Deutschland hinkt bei der Vorsorge weiter hinterher.

Der komplette Bericht: Zahlen, die jeder kennen sollte

Wer sich tiefer einlesen möchte, findet alle Details im englischsprachigen Report mit dem Titel „The burden of LDL-cholesterol-driven atherosclerotic cardiovascular diseases“ – kostenfrei abrufbar unter: http://ots.de/XLGech

Falls Sie Kontakt suchen: Heike Schulz, MSD, Tel. +49 89 4561-1927, E-Mail: heike.schulz@msd.de

Der Bericht zeigt eindrücklich, dass hohe LDL-Cholesterinwerte in Deutschland mehr als ein medizinisches, nämlich vor allem ein wirtschaftliches Problem darstellen. Insbesondere die indirekten Kosten – wie Produktivitätsverluste durch Krankheit oder Tod – machen den größten Teil aus und belasten die Wirtschaft stärker als der vielzitierte Mangel an Fachkräften. Bemerkenswert ist, dass Prävention und konsequente Senkung des LDL-Cholesterinspiegels nach wie vor zu wenig beachtet werden, obwohl genau hier enormes Sparpotenzial liegt. Aktuelle Ergänzungen aus der Recherche: Laut der Deutschen Herzstiftung wird der Zusammenhang zwischen Cholesterinwerten und Herzinfarktgefahr in der Öffentlichkeit nach wie vor unterschätzt. Neue Studien verdeutlichen, wie wichtig individuell angepasste Präventionsprogramme sind, zum Beispiel regelmäßige Check-Ups oder Ernährungsumstellungen, um Spätfolgen und damit auch Kosten zu vermeiden. Ergänzend wurde diskutiert, dass in Deutschland die gesetzlichen Krankenkassen zwar Präventionsmaßnahmen erstatten, aber häufig zu spät interveniert wird (Quelle: Deutsche Herzstiftung; letzte Aktualisierungen u.a. www.deutschland.de, www.faz.net, www.zeit.de, Stand Juni 2024).

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