Iranische Raketenangriffe auf US-Basen – Gegenschläge im Irak

In der Nacht zu Mittwoch meldeten die USA einen weiteren Angriff Irans auf ihre Militärstützpunkte – und reagieren mit Gegenschlägen im Irak.

heute 07:13 Uhr | 6 mal gelesen

Kurz vor Sonnenuntergang – irgendwo zwischen den Zeitzonen – heulten die Warnsirenen auf den US-Basen im Nahen Osten auf. Das US-Zentralkommando berichtete über mehrere ballistische Raketen, gestartet direkt aus dem Iran, gezielt auf amerikanische Truppen. Überraschend? Vielleicht weniger für jene, die die angespannte Lage dort verfolgen. Jedenfalls: Alle Geschosse wurden laut US-Angaben abgewehrt. 'Wir sind aufmerksam. Alarmstufe rot', hieß es nüchtern, aber die Nerven liegen vermutlich blank. Fast schon im Reflex, oder strategisch geplant – wer weiß das schon genau –, erfolgten daraufhin rasch Luftschläge im Irak. Amerikanische und saudische Kampfflugzeuge griffen Stellungen von Gruppierungen an, die als Iran-nah gelten, konkret im Osten des Landes. Die USA werfen ihnen vor, Angriffe auf amerikanische Soldaten und saudische Infrastruktur im Schilde geführt zu haben – angeblich auf Geheiß des Korps der Islamischen Revolutionsgarden. Die Paranoia befeuert sich selbst. Kurios am Rande: Der Ölpreis, dieser sensible Barometer für Weltverwerfungen, kletterte mal eben um fast vier Prozent – es reicht schon ein Funke im Pulverfass Nahost.

Im jüngsten Aufflammen der Spannungen im Nahen Osten griffen iranische Kräfte am Dienstagabend US-Militärbasen mit Raketen an, die jedoch von amerikanischen Abwehrraketen abgefangen wurden. Unmittelbar darauf vergelteten die USA in Koordination mit Saudi-Arabien mit Luftschlägen gegen von Iran unterstützte Gruppen im Irak, wobei gezielt Logistikpunkte attackiert wurden – eine Eskalation, die Sorgen über eine erneute Zuspitzung der Konflikte in der Region und am Ölmarkt auslöste. Laut aktuellen Analysen der Süddeutschen Zeitung und DW zeigt der Zwischenfall, wie brisant die Sicherheitslage im Irak bleibt: Die Sorge wächst, dass solche Angriffe sich zu einem offenen Konflikt ausweiten könnten, da Iran und die USA weiterhin um Einfluss ringen.

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