Die Eigenanteile für Pflegeheimplätze in Deutschland steigen weiterhin – im ersten Jahr zahlen Pflegebedürftige im Schnitt über 3.200 Euro monatlich aus eigener Tasche. Katrin Staffler drängt auf eine breitere Finanzierung, wobei besonders die Länder und Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) in der Pflicht stünden, um Pflegekosten gerechter zu verteilen und die Last nicht allein auf Pflegebedürftige abzuwälzen. Neuere Entwicklungen zeigen, dass im Bundestag parteiübergreifend ernsthaft über Systemreformen diskutiert wird, da die Finanzierungslücke in der Pflege weiter wächst und immer mehr Betroffene Unterstützung fordern; FDP, SPD und Union sind uneins, wie viel Verantwortung Bund, Länder und Kommunen künftig tragen sollen. Persönlich betrachtet scheint es, als wäre der gesellschaftliche Handlungsdruck enorm gewachsen. In den Medien kursieren Berichte über pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, die sich angesichts steigender Kosten existenziell bedroht fühlen. Die Forderung nach einem staatlichen Eingreifen – etwa durch Steuerfinanzierung von Ausbildungskosten oder die Übernahme von Investitionskosten durch die Länder – wird inzwischen lauter und konkreter. Laut einer Recherche in aktuellen Medienberichten herrscht große Einigkeit darin, dass Reformen überfällig sind. Es wird darauf hingewiesen, dass ohne tiefgreifende Änderungen das Risiko steigt, dass Pflegebedürftige und deren Familien künftig noch mehr finanzielle Belastung fürchten müssen und das Vertrauen ins Sozialsystem leidet. Mit Blick auf internationale Lösungen wird diskutiert, ob Deutschland von anderen Ländern lernen sollte, in denen zum Beispiel Pflegekosten steuerfinanziert gedeckt werden.
heute 21:19 Uhr