Steigende Pflegeheimkosten: Staffler nimmt Klingbeil und Länder in die Verantwortung

Katrin Staffler, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, fordert angesichts kletternder Eigenanteile in Pflegeheimen nicht nur die Länder, sondern auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zum Handeln auf.

heute 21:41 Uhr | 4 mal gelesen

„Was die Kosten für Heimplätze angeht, ist das Fass inzwischen zum Überlaufen voll“, so Staffler im Gespräch mit dem ‚Stern‘ – eine bemerkenswert klare Botschaft, gerade aus dem Munde einer CSU-Politikerin. Kein Wunder, wenn einem beim Gedanken an die monatlichen Eigenleistungen bang wird: Die Summen, die Pflegebedürftige heute aufbringen müssen, sind schlichtweg jenseits dessen, was viele Einzelne schultern können. Staffler meint, die Länder müssten sich stärker bei den Investitionskosten engagieren, anstatt wegzuschauen, wenn es eng wird. Gleichzeitig blickt sie auf den Berliner Finanzminister Klingbeil, denn auch der könne nicht einfach die Augen verschließen. Warum sollten Pflegekräfte-Ausbildungskosten nicht endlich aus Steuermitteln kommen? Die Last gerechter zu verteilen, sieht Staffler als Gebot der Gerechtigkeit – und, ganz ehrlich, das klingt nachvollziehbar. Der aktuelle Hintergrund: Seit Jahresbeginn schlugen im Schnitt 3.245 Euro monatlich aus eigener Tasche zu Buche – ein Plus von 137 Euro binnen eines halben Jahres und sogar 261 Euro mehr als am Jahresbeginn davor. Da fragt man sich schon, wie lange das noch so weitergehen soll. Kleine Nebenbemerkung: Es braucht offensichtlich nicht nur warme Worte, sondern handfeste Schritte.

Die Eigenanteile für Pflegeheimplätze in Deutschland steigen weiterhin – im ersten Jahr zahlen Pflegebedürftige im Schnitt über 3.200 Euro monatlich aus eigener Tasche. Katrin Staffler drängt auf eine breitere Finanzierung, wobei besonders die Länder und Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) in der Pflicht stünden, um Pflegekosten gerechter zu verteilen und die Last nicht allein auf Pflegebedürftige abzuwälzen. Neuere Entwicklungen zeigen, dass im Bundestag parteiübergreifend ernsthaft über Systemreformen diskutiert wird, da die Finanzierungslücke in der Pflege weiter wächst und immer mehr Betroffene Unterstützung fordern; FDP, SPD und Union sind uneins, wie viel Verantwortung Bund, Länder und Kommunen künftig tragen sollen. Persönlich betrachtet scheint es, als wäre der gesellschaftliche Handlungsdruck enorm gewachsen. In den Medien kursieren Berichte über pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, die sich angesichts steigender Kosten existenziell bedroht fühlen. Die Forderung nach einem staatlichen Eingreifen – etwa durch Steuerfinanzierung von Ausbildungskosten oder die Übernahme von Investitionskosten durch die Länder – wird inzwischen lauter und konkreter. Laut einer Recherche in aktuellen Medienberichten herrscht große Einigkeit darin, dass Reformen überfällig sind. Es wird darauf hingewiesen, dass ohne tiefgreifende Änderungen das Risiko steigt, dass Pflegebedürftige und deren Familien künftig noch mehr finanzielle Belastung fürchten müssen und das Vertrauen ins Sozialsystem leidet. Mit Blick auf internationale Lösungen wird diskutiert, ob Deutschland von anderen Ländern lernen sollte, in denen zum Beispiel Pflegekosten steuerfinanziert gedeckt werden.

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