Tim Klüssendorf pocht trotz harter Kritik am iranischen Regime darauf, den amerikanisch-israelischen Angriff als völkerrechtswidrig einzuordnen. Er sieht die politische und moralische Verantwortung für einen differenzierten Blick auf den Konflikt und mahnt dringend an, einen runden Tisch für alle Konfliktparteien vorzubereiten. Gleichzeitig betont er die Notwendigkeit, Perspektiven für das iranische Volk zu öffnen – fernab äußerer Einmischung. In den letzten Tagen spitzen sich die Spannungen im Nahen Osten immer weiter zu: Nach dem US-israelischen Militärschlag gegen iranisches Territorium kam es zu internationalen Protesten und diplomatischen Verstimmungen, selbst aus Verbündeten-Kreisen. Die Bundesregierung äußerte sich zurückhaltend zur völkerrechtlichen Bewertung und forderte stattdessen zur Deeskalation auf. Laut mehreren Agenturmeldungen bleibt die Lage im Iran angespannt, während die Zivilgesellschaft sowohl unter den Regierungshandlungen als auch den Folgen externer Angriffe leidet. Zudem analysieren Fachleute, dass jeder weitere Waffengang die Chancen auf Verhandlungen weiter schmälert und auch regionalen politischen Wandel hemmt.