Fratzscher plädiert für autofreie Sonntage und Tempolimit in Energiekrise

Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, fordert wegen der Energieknappheit drastische Einschnitte: Autofreie Sonntage und ein generelles Tempolimit sollen helfen, den Verbrauch zu drosseln. Die aktuelle Energiekrise, so Fratzscher, mache solche Maßnahmen notwendig.

heute 11:35 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal wundere ich mich wirklich darüber, wie wenig Fantasie in der deutschen Politik steckt, wenn es ums Energiesparen geht. Während die einen über Steuersenkungen für Sprit nachdenken, schlägt Fratzscher ziemlich unerschrocken vor: Lasst die Autos sonntags stehen und führt endlich ein Tempolimit ein. Fast schon radikal, aber – seien wir ehrlich – bei leergefegten Öllagern und explodierenden Preisen klingt es weniger nach Öko-Spinnerei als nach purem Pragmatismus. Der sogenannte Tankrabatt, den die Regierung beschlossen hat, überzeugt Fratzscher übrigens gar nicht. Im Gegenteil, er hält ihn für einen Schuss nach hinten: Das Geld verpufft an der Zapfsäule und treibt im schlimmsten Fall die Lebensmittelpreise noch weiter hoch. Klimaschutz ist das nicht, soziale Gerechtigkeit auch nicht.
Geld, so Fratzscher, ist ohnehin ein Thema. Er hält die Entlastungspakete für eine ziemlich durchsichtige Angelegenheit – das Prädikat 'Mogelpackung' bringt es auf den Punkt. Besonders die 1.000 Euro für Beschäftigte treffen nicht die, die es am nötigsten bräuchten, sondern vor allem tarifgebundene Arbeitnehmer:innen, also eher Leute mit sicherem Einkommen.
Sein verrücktester Vorschlag ist aber vielleicht dieser: Warum nicht einen Teil der deutschen Goldreserven zu Geld machen? Die Kurse sind hoch und das Geld würde sich laut Fratzscher besser in Schulen, Brücken oder digitale Netze investieren lassen, anstatt es im Tresor zu bunkern. Klar, das klingt nach finanzpolitischem Tabubruch – aber außergewöhnliche Zeiten, neue Ideen, oder?

Die Diskussion um Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise wird von Experten wie Marcel Fratzscher durch unkonventionelle Vorschläge wie autofreie Sonntage und ein Tempolimit vorangetrieben. Laut aktuellen Artikeln wird weiterhin kritisch bewertet, inwiefern staatliche Rettungspakete tatsächlich soziale Gerechtigkeit bringen, während die Inflation insbesondere ärmere Haushalte trifft. Neueste Stellungnahmen weisen darauf hin, dass auch andere Experten die Abkehr von klassischen Subventionen fordern und stattdessen auf gezielte Investitionen in nachhaltige Infrastruktur und Bildung setzen – die gesellschaftliche und politische Debatte über den Umgang mit den Folgen ist intensiver denn je.

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