Stegner warnt vor Benzin-Knappheit durch Kriegsfolgen

SPD-Politiker Ralf Stegner sieht die Gefahr, dass fossile Kraftstoffe bald knapp werden könnten, sollte es keine Fortschritte bei der Beilegung bewaffneter Konflikte geben. Er fordert Europa zu mehr Diplomatie auf.

heute 14:59 Uhr | 3 mal gelesen

Ralf Stegner, SPD-Abgeordneter im Bundestag, hat unlängst Sorgen geäußert, dass Deutschland und Europa im Fall weiterhin schwelender Kriege – etwa in der Ukraine oder im Nahen Osten – sich womöglich bald nicht mehr nur über teure Kraftstoffe ereifern, sondern ganz konkret mit gezielten Rationierungen konfrontiert werden könnten. "Da helfen dann auch keine schmerzhaften Einschnitte mehr. Wir steuern auf Zeiten zu, in denen Flüge plötzlich gestrichen werden, weil einfach kein Sprit mehr da ist", erklärte Stegner in einem Interview für die "Welt". Europa – und da schließt er Deutschland explizit mit ein – müsse viel aktiver an den Verhandlungstisch zurückkehren. "Niemand nimmt uns diese Aufgabe ab. Weder Republikaner noch Demokraten erwarten, dass wir abseits stehen bleiben." Seine Reise in die USA, bei der er verschiedene Kongressabgeordnete traf, habe ihm das noch einmal deutlich gemacht. Im Hinblick auf die Ukraine sagte Stegner unverblümt: "Ein Sieg auf dem Schlachtfeld? Daran glaube ich nicht. Am Ende werden wir uns doch alle wieder zur Diplomatie durchringen müssen."

Stegner warnt eindringlich vor einer Eskalation der Energiekrise, sofern die aktuellen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten weiter schwelen. Seiner Einschätzung nach besteht die reale Gefahr, dass Energie nicht nur (noch) teurer, sondern tatsächlich knapp wird – mit Konsequenzen wie Flugstreichungen und Alltagsrationierungen. Angesichts internationaler Erwartungshaltungen – besonders aus den USA – sieht er Europa in der Pflicht, diplomatisch stärkere Akzente Richtung Konfliktlösung zu setzen, da eine ausschließlich militärische Lösung für ihn unrealistisch erscheint. Nach aktueller Internetrecherche zeichnen sich mehrere vertiefende Aspekte ab: Die politische Debatte über Energiesicherheit und mögliche Rationierungsmaßnahmen gewinnt an Brisanz, da neue EU-Sanktionen gegen russisches Öl diskutiert werden und der Nahe Osten nach den jüngsten Angriffen auf Israel erneut ein energiepolitischer Brennpunkt ist. Zeitgleich engagiert sich Deutschland verstärkt für den Ausbau alternativer Energiequellen, muss aber bestehende Abhängigkeiten kurzfristig kompensieren. Jüngste diplomatische Bemühungen – etwa von Bundeskanzler Scholz bei Gesprächen mit Macron und US-Vertretern – zeigen, dass Europas Suche nach Auswegen zwischen Sanktionspolitik, Friedensinitiativen und Energiesicherheit auf Hochtouren läuft.

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