Der soziale und politische Druck an Europas Grenzen wächst: Mehrere Hundert Menschen versuchten, über Ceuta in die EU zu gelangen – eine Szene, die europaweit für Streit sorgt. Während einige Staaten lieber Strafen als Solidarität fordern, erinnert Stegner daran, dass auch die lautesten Abschottungskonzepte keine nachhaltige Lösung sind, weder moralisch noch praktisch. Die jüngsten Debatten zeigen, dass Einigkeit bei der europäischen Flüchtlingsfrage eher Wunschdenken als Realität ist. Die EU ringt weiterhin um eine Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), doch Blockaden etwa aus Osteuropa lähmen den Fortschritt. Parallel zu politischen Auseinandersetzungen bleibt die Lage für Migrantinnen und Migranten an den Außengrenzen prekär. Medienberichte zeigen, dass Pushbacks und mangelnde Unterbringung zur bedrückenden Normalität gehören. Spanien etwa argumentiert, man wolle humanitär handeln, wird jedoch von anderen EU-Ländern für angeblich lasches Management kritisiert.