Gordon Schnieder mit Kämpfergeist ins Wahlkampf-Finale

Mit viel Zuversicht und einer Prise Selbstbewusstsein steuert der CDU-Spitzenpolitiker Gordon Schnieder auf die entscheidende Phase im Wahlkampf von Rheinland-Pfalz zu.

heute 12:39 Uhr | 5 mal gelesen

„Das Ergebnis der SPD in Baden-Württemberg ist schon bezeichnend – die Partei hat, so scheint’s, bei etlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, aber auch bei engagierten Leistungsträgern, viel Kredit verspielt“, gab Schnieder der 'Rheinischen Post' zu Protokoll. Nach seiner Einschätzung sieht es in Rheinland-Pfalz ähnlich aus: Die Kluft zwischen rot und dem Rest wächst. Laut Schnieder will die CDU insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung, wirtschaftliche Entwicklung und innere Sicherheit punkten – also Themen, die aktuell vielen im Land auf den Nägeln brennen. Er lässt keinen Zweifel am eigenen Kampfgeist: „Mir geht nicht so schnell die Puste aus, ich bleibe bis zum 22. März optimistisch und wachsam.“ Außerdem verweist er auf die Wahl in Baden-Württemberg und zieht die Lehre: „Es hört sich abgedroschen an, aber jede Stimme zählt tatsächlich.“ Deswegen werde die CDU auf beiden Wahlzettel-Kreuzen bestehen. In knapp zwei Wochen, mitten im Endspurt, stehen sich dann Schnieder und SPD-Mann Alexander Schweitzer noch im TV-Duell gegenüber – Sprengstoff für klare Worte ist da programmiert.

Gordon Schnieder, CDU-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, betrachtet die jüngsten SPD-Einbußen in Baden-Württemberg als Warnsignal für die Sozialdemokraten – und als Rückenwind für sich selbst. Er setzt auf klassische Unions-Themen wie Bildung, Wirtschaft, Sicherheit und Gesundheit und zeigt sich dabei auffallend selbstsicher. Beeindruckend ist die strategische Ausrichtung auf die Mobilisierung aller Stimmen, gerade im Lichte der Erfahrungen aus anderen Bundesländern. Interessant ist, dass sich viele große Parteien momentan mit Vertrauenskrisen herumschlagen und politische Diskussionen immer stärker auch von persönlichen Angriffen statt sachlicher Auseinandersetzung geprägt werden – das TV-Duell könnte also durchaus einen spannenden und vielleicht sogar polarisierenden Akzent setzen. Nach aktuellem Stand gibt es keine überraschenden Wendungen in Umfragen, aber die Parteien – insbesondere die CDU – setzen offenbar alles auf eine letzte Mobilisierungsoffensive. Laut weiteren aktuellen Medienberichten herrscht im Land eine gewisse Unsicherheit, ob die etablierten Parteien die Erwartungen der Bürger gerade in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche erfüllen können.

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