Parallel kletterte der Ölpreis, getrieben von wachsender Nervosität um mögliche Versorgungslücken. Am Abend war ein Barrel Brent für 81,26 Dollar zu haben – satte 4,5 Prozent mehr als am Vortag. Auch hier ein Muster: Der Preis hatte im Tagesverlauf sogar noch schärfer angezogen, ehe es wieder etwas ruhiger wurde.
Ganz anders sah es beim Gold aus; dort rutsche der Preis spürbar ab. Eine Feinunze wurde gegen Abend mit 5.101 Dollar notiert – ein deutlicher Rückgang von 4,2 Prozent. Umgerechnet auf den Gramm-Preis in Euro entsprach das etwa 141,17 Euro pro Gramm.
Und zum Abschluss: Der Euro zeigte sich gegenüber dem Dollar schwächer. Für einen Euro erhielt man am späten Dienstag 1,1617 Dollar. Oder andersherum: Ein US-Dollar kostete 0,8608 Euro.
Die US-Börsen reagierten gestern vor allem auf die angespannte Lage im Nahen Osten sowie auf schwankende Rohstoffpreise. Dass sich die Kurse von ihren Tagestiefs am Nachmittag wieder lösten, lag vor allem an robusten Unternehmenszahlen und der Hoffnung, dass sich die politischen Spannungen nicht weiter zuspitzen. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Nervosität auf dem Parkett spürbar bleibt, vor allem mit Blick auf die weitere Entwicklung in Israel und Gaza. Frische Daten zeigen außerdem, dass auch viele Anleger um die Auswirkungen der steigenden Ölpreise auf die Konjunktur fürchten und entsprechend vorsichtig agieren. In den US-Medien wird das gesteigerte Auf und Ab als Zeichen gewertet, dass die Märkte auf weitere Nachrichten aus der Region in den kommenden Tagen sehr empfindlich reagieren dürften. Dazu kommt die anstehende Berichtssaison der großen Tech-Konzerne, die zusätzliche Impulse liefern könnte.