Merz betont gewachsenen Respekt der USA gegenüber Deutschland

Nach seinem Treffen im Weißen Haus zeigte sich Bundeskanzler Merz zufrieden und sprach von einer gestärkten Partnerschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten.

03.03.26 22:00 Uhr | 13 mal gelesen

‚Die Vereinigten Staaten nehmen Deutschland ernst‘ – so brachte es Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf den Punkt, als er nach den Gesprächen in Washington vor die Presse trat. Besonders bemerkte Merz, dass nicht nur das milliardenschwere Sondervermögen für die Bundeswehr von amerikanischer Seite gewürdigt wurde, sondern auch Trumps klares Signal, an der militärischen Präsenz der US-Armee in Deutschland nichts zu rütteln. Das, stellte Merz lapidar, aber sichtlich erleichtert fest, sei für Berlin natürlich eine beruhigende Botschaft. Beim Austausch zur Lage im Nahen Osten zeigte sich Merz mit Trump weitgehend auf einer Linie: Das Regime im Iran sei eine ernste Bedrohung für Israel und für die gesamte Stabilität in der Region. Und dann fügte der Kanzler, fast schon nachdenklich, hinzu: Ganz ohne Risiko sei die gemeinsame Strategie jedoch nicht – was auch immer man darunter jetzt konkret verstehen mag. Über den alten Dauerbrenner Zollpolitik wurde natürlich auch gesprochen. Laut Merz ist Washington mittlerweile klar, dass Deutschland und die EU an die Schmerzgrenze geraten sind. Und zur Ukraine-Krise: Da ließ Merz keinen Zweifel daran, dass er in Washington werbend für eine Verschärfung des Drucks auf Moskau eingetreten ist. Interessant übrigens: Manche Details wollte Merz später vielleicht noch nachliefern – so ganz abgeschlossen ist der diplomatische Diskurs offenbar nie.

Friedrich Merz äußerte sich nach seinem Besuch im Weißen Haus sehr optimistisch bezüglich der Beziehungen zu den USA, hob die amerikanische Anerkennung für Deutschlands gestiegene Verteidigungsausgaben hervor und nannte die Zusicherung des US-Truppenstandorts eine durchaus positive Nachricht. Im Iran-Konflikt stimmte er mit Trump in der Beurteilung überein, betonte aber auch die Unwägbarkeiten des eingeschlagenen Kurses. Neue Recherchen zeigen, dass sich die USA vor dem Hintergrund weltweiter Krisen eine stabile Partnerschaft mit Deutschland wünschen, gleichzeitig jedoch eine stärkere Eigenverantwortung Europas anmahnen – was zuletzt auch bei Gesprächen zur NATO-Finanzierung ein zentrales Thema war. Außerdem befassen sich zahlreiche deutsche Medien mit der transatlantischen Komplexität im Lichte des Ukraine-Kriegs und der aktuellen Zollstreitigkeiten, wobei deutlich wird, dass der Druck auf Richtung Eigenständigkeit der EU wächst.

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