Schon nach nicht mal zwanzig Minuten die erste kalte Dusche für die Hamburger: Fisnik Asllani, dessen Name vermutlich noch lange durch die Gänge Hallen des Stadions widerhallt, netzt nach Vorarbeit von Coufal ein – messerscharf, direkt, fast beiläufig. Der HSV schüttelt sich, fängt sich aber und bekommt die erhoffte Chance zurück ins Spiel zu kommen: Ein Strafstoß für die Rothosen. Robert Glatzel, in solchen Momenten eigentlich eiskalt, verwandelt gewohnt abgebrüht vom Punkt. 1:1, und das Stadion atmet auf. Wer dann allerdings schon in der Pause mental mit Bratwurstschlange und Halbzeitbier beschäftigt war, wurde bitter enttäuscht: Kurz vor dem Pausentee behält Lemperle den Überblick im Strafraumgewühl und befördert das Spielgerät zur erneuten Führung für die Gäste über die Linie. Nach dem Seitenwechsel – viel Kampf, Kratzen, Beißen (sprichwörtlich), aber keine weiteren Tore. Der HSV drückt, findet aber kein Durchkommen mehr. Hoffenheim hingegen tut, was Teams tun, die international schielen: Sie bringen das Ding clever über die Zeit. Nun geht's für die TSG auf Rang vier – und der HSV rutscht weiter zittrig Richtung Tabellenkeller, mit gerade mal fünf Punkten Polster vor dem ungeliebten Relegationsrang.
Ein Spiel voller Wendungen – Hoffenheim verschafft sich durch gnadenlose Effizienz und defensive Stabilität einen wichtigen Vorsprung im Kampf um Europa, während der HSV nach hartem Einsatz und trotz zwischenzeitlichen Ausgleichs nach wie vor im Tabellenkeller gegen das Abrutschen in die zweite Liga anrennt. Besonders auffällig: Die Nervenstärke von Glatzel beim Elfmeter und die Abgeklärtheit der Hoffenheimer Defensive nach der Pause. Interessant ist übrigens, dass die TSG aus den letzten fünf Auswärtsspielen vier Siege holen konnte; eine Serie, die alles andere als selbstverständlich ist, gerade angesichts der traditionsreichen Kulisse in Hamburg, bei der Niederlagen doppelt schmerzen.
Aktuelle Recherchen zeigen, dass Hoffenheim aktuell von effizientem Offensivspiel und robuster Defensive profitiert. Laut der Süddeutschen Zeitung hebt Trainer Pellegrino Matarazzo die Team-Chemie hervor, während Spieler wie Asllani für frischen Wind sorgen. Zudem wird betont, dass der hantierende Abstiegskampf im Tabellenkeller die mentalen Herausforderungen für Teams wie den HSV nochmals verschärft, gerade im Frühling, wenn jeder Punkt wie ein Rettungsring wirkt.