US-Aktienmärkte drehen wieder ins Minus – Schwergewichte besonders betroffen

Am Donnerstag gab es an den Börsen in den USA deutliche Kursrückgänge, diesmal gerieten bekannte Großunternehmen besonders stark unter Druck.

05.03.26 22:42 Uhr | 3 mal gelesen

Was für ein Tag an der Wall Street: Die Aktienindizes in den USA haben ordentlich Federn gelassen – wobei gerade die berühmten „Blue Chips“, also die Aktien der ganz großen und als stabil geltenden Unternehmen, am kräftigsten abverkauft wurden. Am Ende landete der Dow Jones auf 47.955 Punkten, satte 1,6 Prozent tiefer als am Vortag. Wer jetzt an technologische Wachstumsträume denkt: Der Nasdaq 100 kam dabei etwas glimpflicher davon, verlor aber immerhin 0,3 Prozent und ging bei 25.020 Zählern aus dem Handel. Und der S&P 500? Ebenfalls im roten Bereich, mit 0,6 Prozent minus auf 6.831 Punkten. Währenddessen spielte sich beim Ölpreis ein ganz anderes Bild ab. Die Turbulenzen im Nahen Osten haben die Preise für die Sorte Brent nach oben katapultiert. Ein Fass für über 84 Dollar – das sind satte 3,5 Prozent Aufschlag gegenüber Mittwoch! Beim Gold hingegen herrschte Gegenwind. Die Feinunze gab auf 5.079 US-Dollar nach, immerhin ein Minus von 1,2 Prozent – umgerechnet sind das aktuell ungefähr 140,70 Euro je Gramm. Und als ob das noch nicht genug wäre, zeigte sich auch der Dollar gegenüber dem Euro am Abend fester: Für einen Euro bekam man 1,1607 US-Dollar, umgekehrt waren das 0,8615 Euro pro Dollar. So ein Auf und Ab – irgendwie typisch für die nervösen Märkte in diesen Tagen. Woran das alles liegt? Einerseits geopolitische Unruhe, aber auch neue Konjunkturaussichten treiben Händler und Anleger derzeit ziemlich um.

Die US-Börsen schlossen am Donnerstag mit kräftigen Verlusten, vor allem bei etablierten Großunternehmen, nachdem jüngste Wirtschaftsdaten und anhaltende Unsicherheiten im Nahen Osten Sorgen um die Konjunktur schürten. Während technologische Werte relativ stabil blieben, gerieten klassische Industriewerte unter zusätzlichen Druck – möglicherweise auch, weil Anleger Risiko aus ihren Depots nehmen. Öl verteuerte sich angesichts geopolitischer Spannungen kräftig, wohingegen Gold trotz Krisenstimmung nachgab; außerdem zeigte sich der Dollar in starker Form gegenüber dem Euro. Neuere Berichte unterstreichen, dass wachsende Inflationsangst und die Debatte um die Zinspolitik der US-Notenbank zu einer erhöhten Nervosität auf den Märkten führen. Marktbeobachter weisen zudem darauf hin, dass Investoren zunehmend zwischen Risiko und Sicherheit hin- und hergerissen sind – was sich auch in plötzlichen Umschichtungen zeigt. Einzelne Quartalsberichte der Blue Chips blieben zudem hinter den Erwartungen zurück, was den Sell-off zusätzlich beschleunigte.

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