Wenn ich an lange Wartezimmer-Sitzungen denke, erscheint mir die Vorstellung fast revolutionär: Ab Juli 2026 könnten Patient:innen einfach ihre Apotheke aufsuchen und dort bequem per Video einen Arzt konsultieren – kein Gehetze mehr quer durch die Stadt zum nächsten Facharzt. Tatjana Zambo vom Deutschen Apothekerverband bringt es auf den Punkt: Der Schiedsspruch gibt den Apotheken ein neues Werkzeug in die Hand, um nah bei den Menschen zu sein. Ob der Starttermin hält? Ein kleines Fragezeichen bleibt, weil erst das Bundesgesundheitsministerium seinen Haken darunter setzen muss.
Was konkret möglich wird: In vertraulicher Umgebung der Apotheke kann demnächst ein strukturierter medizinischer Ersteinschätzungstest gemacht und im Anschluss eine Videosprechstunde durchgeführt werden. Das alles läuft im Rahmen der Digitalstrategie 'Gemeinsam Digital 2026' – vielleicht ein weiteres Mosaik im großen Bild der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Dr. Jan-Niklas Francke sieht darin jedenfalls einen greifbaren Fortschritt.
Bis es losgehen kann, müssen noch ein paar bürokratische Schleifen gedreht werden: Der Rahmenvertrag wurde ergänzt und die Konditionen zur Vergütung mussten sogar vor einer Schiedsstelle geklärt werden, was am 16. April 2026 passierte. Jetzt schaut alles auf das Bundesministerium, das binnen eines Monats eingreifen könnte, wenn was nicht passt. Bleibt am Ende noch die DAV-Mitgliederversammlung, die ebenfalls ein Wörtchen mitredet. Und dann? Nachrichten zum Thema landen garantiert auf der ABDA-Seite.
Die Umsetzung der assistierten Telemedizin in Apotheken ab Juli 2026 ist nach einem Schiedsverfahren einen großen Schritt vorangekommen, auch wenn noch letzte formale Bestätigungen ausstehen. Der neue Service soll vor allem auf dem Land und in unterversorgten Regionen helfen, den Zugang zu medizinischer Expertise unkompliziert und niederschwellig zu gestalten – das könnte Wartezeiten reduzieren und Ärzt:innen entlasten. Neuere Berichte zeigen eine breite Diskussion zur Rolle der Apotheken in der künftigen Versorgung sowie zur Notwendigkeit flexibler, digital unterstützter Strukturen; auch das Auslösen von e-Rezepten und die Frage des Datenschutzes stehen dabei im Fokus. In den letzten Tagen wurde außerdem viel über die Anpassungsfähigkeit des Gesundheitssystems und die Bedeutung hybrider Versorgungsmodelle diskutiert. Daneben steht laut diversen tagesaktuellen Quellen im Raum, ob und wie Daten- und IT-Sicherheit in der Praxis lückenlos gewährleistet werden können.