Bieber und Minaj weiterhin top, Dardan neu auf Rang zwei – Die deutschen Single-Charts im Wandel

Justin Bieber und Nicki Minaj bleiben mit „Beauty And A Beat“ vorne, doch Dardan und Azet sorgen hinter ihnen für Bewegung in den Single-Charts.

heute 15:50 Uhr | 4 mal gelesen

GfK hat am Freitag berichtet: Justin Bieber und Nicki Minaj thronen bereits die dritte Woche in Folge mit ihrem Hit „Beauty And A Beat“ ganz oben. Frisch auf dem zweiten Platz tauchen Dardan und Azet mit ihrem Song „Vermisse“ auf – ein überraschender Sprung, dem man so vielleicht nicht unbedingt gerechnet hätte. Zara Larsson schnappt sich Bronze mit „Lush Life“ – fast schon ein Ohrwurm, der trotzdem nie wirklich alt wird. Interessanterweise zeigt sich, dass Billie Eilish mit ihrem Album „Hit Me Hard And Soft“ erneut die Nase vorn hat in den deutschen Album-Charts. Dahinter landen BTS mit „Arirang“ und – etwas aus dem Nichts – Unheilig mit „Liebe Glaube Monster“. Dass Michael Jackson trotz seines Todes vor mittlerweile 15 Jahren mit „Thriller“ und „Bad“ gleich zweimal in die Top Ten einzieht, dürfte nicht zuletzt am Filmstart des Biopics „Michael“ liegen. Überraschend ist vielleicht: Die Calimeros sichern sich Platz fünf, und auch Namen wie Tori Amos und The Black Keys mischen mit. Übrigens werden diese deutschen Musik-Charts von der GfK im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie zusammengestellt und repräsentieren satte 90 Prozent aller Musikverkäufe – das sind schon ziemlich viele Ohren.

Die aktuellen deutschen Single- und Album-Charts spiegeln einen Genre-Mix wider, der von Pop über Hip-Hop bis hin zu Bluesrock reicht. Justin Bieber und Nicki Minaj bleiben mit „Beauty And A Beat“ auf dem ersten Platz, während der Neueinstieg von Dardan und Azet („Vermisse“) das Feld aufmischt. Billie Eilish hält weiterhin die Tabellenspitze bei den Alben, und der späte Erfolg von Michael Jackson nach dem Biopic überrascht – insgesamt zeichnet sich ab, wie stark aktuelle Veröffentlichungen, aber auch der Einfluss von Medienereignissen (wie Filme) die Chartplatzierungen prägen. Zusätzlich ist bemerkenswert, dass Künstler wie Tori Amos und The Black Keys in den Top Ten vertreten sind, was zeigt, dass sich unterschiedlichste Musikstile behaupten können. In den letzten zwei Tagen wurde außerdem in mehreren Artikeln darauf hingewiesen, wie Streaming-Plattformen und Social Media kurze Hypes in den Charts anfeuern und so für eine immer volatilere Landschaft sorgen.

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