Es rumort gewaltig in der deutschen Parteienlandschaft. Das politische Gewicht verlagert sich, und die Umfragen bestätigen: Die AfD setzt sich vielerorts an die Spitze, während die alten Regierungsparteien an Boden verlieren. Die SPD steht besonders unter Druck – viele ihrer treusten Anhänger kehren ihr offenbar den Rücken. Mecklenburg-Vorpommern steht als Schauplatz im Fokus: Zwar erzielt die SPD dort kleine Zugewinne, doch die AfD bleibt in Umfragen uneinholbar vorn. Wie brüchig ist die politische Mitte inzwischen? Was treibt die Wähler ins Lager der Rechten, während frühere Volksparteien offenbar kaum noch binden? Welche Auswirkungen hat der Dauerkonflikt zwischen Bundes- und Landespolitik – und wie verändert das den Alltag in Städten und Gemeinden, jenseits der Berliner Blase?
Diskussionsrunde:
- Manuela Schwesig (Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern, SPD)
- Luca Piwodda (Bürgermeister Gartz/Oder, Partei des Fortschritts PdF)
- Nikolaus Blome (Politikchef, RTL/ntv)
Hinweise für Medien: Die Talk-Sendung ist eine Kooperation der ARD, umgesetzt durch MIO media im Auftrag des NDR.
Redaktion: Bianca Leitner (NDR)
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Die politische Landschaft in Deutschland erlebt einen deutlichen Rechtsruck, mit der AfD als stärkster Kraft in vielen Umfragen – vor allem in Ostdeutschland spaltet diese Entwicklung Parteien, Gesellschaft und Kommunen. Die SPD kämpft landesweit, aber besonders in Mecklenburg-Vorpommern, gegen einen massiven Vertrauensverlust; interne Analysen geben der schwachen sozialen Verwurzelung und dem Fehlen überzeugender Narrative die Schuld. Zahlreiche Experten und Lokalpolitiker warnen: Ohne eine mutige Neuausrichtung der großen Parteien, die über Symbolpolitik hinausgeht, drohen Städte und Gemeinden langfristig an demokratischer Stabilität zu verlieren – auch weil sich die Bundespolitik zu wenig für die lokalen Nöte interessiert und stattdessen in Bundeshauptstadtthemen kreist. Recherchen ergänzen: Seit Wochen erhitzen Debatten über die Strategie der SPD die Medienlandschaft. Manche Kommentatoren, z.B. auf Zeit Online und bei der Süddeutschen, sprechen von einer 'historischen Zerreißprobe' der Sozialdemokraten, während der neue Umgang der AfD mit Bündnisangeboten für die politische Mitte als besonders gefährlich eingestuft wird. Neben Mecklenburg-Vorpommern sehen Beobachter auch Brandenburg und Sachsen als kommende Testfelder für die Stabilität der Demokratie, wie etwa Analysen im Spiegel andeuten.