Es hat schon seinen eigenen Zauber, wenn Leipzig und Halle gemeinsam die Vorhänge lüften: Die Museumsnacht 2026 steht mal wieder unter dem Zeichen echter Begegnungen und ungewohnter Perspektiven. Skadi Jennicke, Kulturbürgermeisterin in Leipzig, bringt es in etwa so auf den Punkt: So viele Geschichten gibt es sonst selten zu hören – und zwar auf beiden Seiten der Saale. Judith Marquardt, Halles Kulturverantwortliche, sieht das ähnlich und schwärmt von den Schätzen, die im Licht der Nacht ihr Gesicht wechseln.
Wer es handfest mag, darf beim Live-Druck in der Burg Galerie zwischen Druckerpresse und Künstlern stehen. Wer lieber träumt, nimmt vielleicht einen Schluck im Arabischen Coffe Baum oder tanzt barfuß durchs Mendelssohn-Haus. Frisch dazugekommen sind dieses Jahr einige Orte, die bisher keiner gesehen hat: von 47m Contemporary über das neue Uni-Bibliotop bis zum Gedenkort in der Riebeckstraße. Und alle, die das große Paket suchen, schwingen sich auf den Drahtesel – von Museum zu Museum, im Velofieber durch die Nacht.
Für Familien klingen die rund 200 dedizierten Kinder- und Jugendangebote nach einer endlosen Schnitzeljagd: Dinosaurierzähne, Musik zum Mitspielen, Gartenzwerge und Sternenglanz im Planetarium. Erwachsene kommen beim Vinyl-Abend, bei Performances oder beim Blick ins Stadtarchiv auf ihre Kosten.
Eintrittskarten gibt es vorab und spontan und wer früh bucht, nimmt Bus & Bahn kostenlos mit. Kinder zahlen nix, Erwachsene 14 Euro (ermäßigt 10), und die Fahrkarte gilt von Nachmittag bis in den frühen Morgen. Wer tiefer einsteigen will: www.museumsnacht-halle-leipzig.de. Die Hotline? Andreas Schmidt, Leipzig Tourismus.
Die Museumsnacht Leipzig/Halle am 9. Mai 2026 verspricht wieder eine einzigartige, fast schon magische Atmosphäre zu schaffen – rund 90 Einrichtungen in beiden Städten laden bis Mitternacht zur Entdeckertour, von Mitmach-Workshops und Konzerten über historische Führungen und kulinarische Stopps. Neu und beachtlich ist die Teilnahme mehrerer bisher verschlossener Orte wie das Uni-Bibliotop oder das Kunsthalle 47m Contemporary, was für Neugierige echten Mehrwert verspricht, außerdem bleibt die Eintrittsfreiheit für Kinder und Jugendliche ein erfreulicher Zug. Laut jüngeren, themenverwandten Berichten ist das Interesse an kulturellen Erlebnissen nach der Pandemie sprunghaft gestiegen – Städtereisen mit starken Kulturakzenten sind gefragt, und Veranstalter setzen zunehmend auf familienfreundliche, barrierearme Formate sowie einen Mix aus klassischer und experimenteller Kunstpräsentation; dies erinnert auch an aktuelle Diskurse etwa um die Relevanz von Museumsnächten für die gesellschaftliche Teilhabe.