NRW bleibt entschlossen und fordert als erstes Bundesland mit Nachdruck einen gesetzlichen Mutterschutz auch für Selbstständige. In Deutschland sind jährlich zehntausende selbstständige Frauen betroffen, die bisher keine Lohnersatzleistungen oder rechtlichen Schutz vor Verdienstausfall während der Schwangerschaft haben. Bundesweit gibt es, trotz vieler Gespräche, noch keinen Konsens – obwohl Initiativen wie die von NRW zunehmend in der Politik unterstützt werden und andere Bundesländer zaghaft folgen. Die Diskussion wird begleitet von Forderungen aus Handwerk, Betriebswirtschaft und Zivilgesellschaft, die allesamt auf eine Vereinfachung und Gerechtigkeit für Frauen in unterschiedlichen Erwerbsmodellen drängen. Laut aktuellen Medienmeldungen diskutiert auch der Bund unter dem Eindruck steigender Selbstständigenquoten über modernisierte soziale Sicherungssysteme. (Recherche ergänzt: In den letzten Tagen berichteten mehrere Medien, dass sich der Bundesrat nun erstmals intensiver mit dem Thema befasst und prüft, wie ein solcher Schutz ausgestaltet und finanziert werden könnte.)