Seit Jahren sind Tumorboards – also die geballte Kraft verschiedener medizinischer Disziplinen – Standard, wenn es um schwere Krebserkrankungen geht. Dr. Jasmin Last, die bei Berlin ihre Privatpraxis führt, locht nun dieses Prinzip der Teamarbeit regelrecht in die Präventionsmedizin ein. Im neuen "Longevity-Board" sitzen nicht nur Mediziner, sondern auch Experten aus Ernährungswissenschaft, Zahnmedizin, Psychologie, Sport- und ästhetischer Medizin zusammen. "Wer glaubt, das sei Luxus oder nur schicker Begriff – weit gefehlt. Unsere Körperprobleme quirlen oft im Verbund, denken Sie nur mal an chronischen Stress und sein Echo im Immunsystem oder an die Haut, die allerlei innere Defizite verrät", meint Dr. Last, ohne Umschweife. Klartext: Das Team schaut, was wirklich zusammenhängt, statt Einzelsymptome abzuarbeiten.
Ihr neues Buch "Beyond Longevity" ist so etwas wie ein Navigationsgerät durch das Dickicht moderner Gesundheitsmythen. Sie fordert, viel früher loszulegen: Bereits in den Zwanzigern beginnt der Kollagenverlust – was gerne verdrängt wird, quasi wie Steuererklärungen. Funktionelle Medizin trifft Blue Zones, wissenschaftlich fundiert, aber ohne den Zeigefinger und ohne 'Wunderpillen'.
Dazu grämt sie die mangelhafte Labordiagnostik im Alltag: "Ein Standard-Blutbild? Viel zu grob. Natürlich kostet ein feinmaschiges Screening mehr – aber es zeigt Ursachen, keine bloßen Werte." Ihr Fazit: Wer den Körper mit Alltagsmitteln unterstützen will, findet im Buch viele Denkanstöße und schlüssige Argumente gegen lästige Ausreden.
Rein pragmatisch bietet "Beyond Longevity" Empfehlungen für verschiedene Altersabschnitte – von Sonnenschutz und Antioxidantien mit Anfang 30 bis hin zu Protokollen rund um Stress, Mikronährstoffe und die Pflege der unsichtbaren Mitbewohner im Darm ab 50. Man muss nicht zum Biohacker werden; ein bisschen mehr Neugier auf den eigenen Körper reicht manchmal schon.
Erreichbar ist Dr. Last übrigens persönlich für Interviews oder bei Fragen rund ums Board – und, klingt fast altmodisch: sogar am Telefon.
Mit ihrem neuen Longevity-Board bringt Dr. Jasmin Last ein interdisziplinäres Beratungskonzept für präventive Medizin nach Deutschland, inspiriert vom Tumorboard-Prinzip aus der Krebsmedizin. Sie argumentiert, dass proaktive Gesundheitsvorsorge bereits in jungen Jahren beginnen sollte und dass viele Krankheiten oder Beschwerden multifaktoriell entstehen. Das Buch 'Beyond Longevity' liefert dazu wissenschaftliche Hintergründe, alltagstaugliche Tipps und kritische Blicke auf Lücken im bisherigen Gesundheitssystem.
Ergänzend aus aktuellen Quellen: In der deutschen Fachöffentlichkeit wird aktuell kontrovers diskutiert, wie Prävention und personalisierte Medizin künftig stärker gefördert werden können – angesichts steigender chronischer Leiden und wachsender Lebenserwartung (Quelle: FAZ). Außerdem wird auf Fachportalen betont, dass interdisziplinäre Boards bisher vor allem in der Onkologie etabliert sind, aber zunehmend auch in der Kardiologie oder Neurologie – was Dr. Lasts Ansatz als Vorreiter für Prävention erscheinen lässt (Quelle: Zeit). Dazu gibt es aktuell eine politische Debatte über den Ausbau digitaler und telemedizinischer Angebote im Bereich der Vorsorge, um innovative Konzepte wie das Longevity-Board zukünftig niederschwelliger für verschiedene Patientengruppen zugänglich zu machen (Quelle: Spiegel).