ADAC deckt auf: Sprit an Autobahntankstellen 33 Cent teurer – ein teures "Luxusgut"?

Wer an Deutschlands Autobahnen tankt, zahlt teils kräftig drauf – der ADAC hat einen beachtlichen Preisunterschied von durchschnittlich 33 Cent pro Liter zwischen Autobahntankstellen und anderen Zapfsäulen festgestellt.

heute 05:19 Uhr | 1 mal gelesen

Man müsste meinen, Benzin sei Benzin – tatsächlich aber hängt der Preis oftmals davon ab, wo man die Zapfpistole in die Hand nimmt. Der ADAC hat jüngst die Zahlen sprechen lassen: Mehr als 14.000 Tankstellen wurden untersucht, darunter etwa 360 entlang der Autobahnen. Zwischen dem 6. und 19. April 2026 kostete Super E10 an Autobahntankstellen durchschnittlich 2,43 Euro – verglichen mit 2,10 Euro abseits der Schnellstraßen. Noch deutlicher wird's beim Diesel: 2,61 Euro an der Autobahn, 2,28 Euro anderswo. Besonders auffällig sind zudem regionale Unterschiede. Im Saarland oder in den neuen Bundesländern (mit Ausnahme von Sachsen, wo's seltsamerweise teurer ist) tankt man an der Autobahn zwar günstiger als andernorts, aber eben immer noch teurer als an Stadttankstellen. Warum das so ist? Der ADAC nennt hohe Pachtpreise für die Autobahntankstellen und schlicht Bequemlichkeit: Autofahrer nehmen lieber die erstbeste Option als einen Umweg in Kauf. Spannend allerdings: Einer Umfrage zufolge ist die Bequemlichkeit nicht aus Beton gegossen – rund 63 Prozent sind bereit, von der Autobahn abzufahren, um bares Geld zu sparen. Übrigens, wann sind eigentlich Preise so in die Höhe geschnellt? Manchmal fragt man sich, ob man versehentlich Champagner statt Diesel getankt hat.

Die Preisstudie des ADAC macht deutlich, dass Reisende an Autobahntankstellen in Deutschland durchschnittlich 33 Cent mehr pro Liter Sprit zahlen müssen, als an normalen Straßentankstellen. Diese erheblichen Unterschiede hängen vor allem mit hohen Betriebskosten und exklusiven Lizenzvergaben auf den Autobahnen zusammen; die Tankstellenbetreiber geben diese Kosten an die Kunden weiter. Dazu kommen bemerkenswerte regionale Unterschiede – etwa sind die Preise im Saarland und Ostdeutschland oftmals moderater, während Sachsen explizit als teurerer Ausreißer genannt wird. In den letzten Tagen berichteten mehrere große Medien über weiter steigende Kraftstoffpreise, teils durch den weltweiten Ölpreis und Unsicherheiten am Markt, was die Gesamtsituation noch verschärft. Laut aktuellen Analysen wird von Branchenexperten sogar gewarnt, dass sich die Schere zwischen Autobahn- und anderen Tankstellen in den kommenden Wochen weiter öffnen könnte.

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