Alabali Radovan warnt: Entwicklungshilfe nicht weiter kürzen!

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) spricht sich mit deutlichen Worten gegen weitere Einsparungen im Etat für Entwicklungshilfe aus.

heute 13:11 Uhr | 2 mal gelesen

Deutschland dürfe, so Alabali Radovan in einem Interview mit der 'Süddeutschen Zeitung', seine außenpolitische Wirkung nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. "Am Ende geht es auch um Deutschlands Rolle in der Welt – und die entscheidet sich nicht zuletzt daran, wie verlässlich wir für Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika sind." Gerade jetzt, da der Bundeshaushalt zum fünften Mal in Folge Einschnitte für das Entwicklungsressort bedeuten könnte, sei es wichtiger denn je, nicht einfach aufzugeben, sondern intelligente Schwerpunkte zu setzen. Zwar müsse man angesichts der knappen Mittel Prioritäten neu ordnen, doch ein abrupter Rückzug – wie ihn die USA bei den Rohingya-Hilfen vollzogen hätten – sei keine Option und bringe mehr Schaden als Nutzen. "Was wir vermeiden müssen, ist ein Rückfall in Abschottung und Gleichgültigkeit gegenüber Krisen, die uns am Ende alle betreffen können." Persönlich findet sie: Deutschlands Gewicht in der Welt ist keine Selbstverständlichkeit – manchmal wirke es, als vergesse man das hierzulande zu schnell.

Reem Alabali Radovan warnt vor weiteren Einschnitten bei der Entwicklungszusammenarbeit und betont, dass Deutschlands außenpolitische Stärke eng mit seinen Partnerschaften im globalen Süden verknüpft ist. Sie beschreibt die drohenden Haushaltskürzungen als kritischen Moment und fordert eine sorgfältige Fokussierung der Mittel, anstatt durch drastische Einsparungen noch bestehende Krisen zu verschärfen. Online-Recherchen zeigen, dass angesichts internationaler Spannungen auch andere Stimmen vor einer globalen Erosion von Entwicklungshilfe und zunehmender Verantwortungslosigkeit warnen. Insbesondere werden die wachsende ökonomische Konkurrenz etwa durch China in Afrika und geopolitische Machtverschiebungen erwähnt. Jüngste Artikel betonen, dass Europa und Deutschland auf langjährige Partnerschaften angewiesen bleiben, um Stabilität und Wohlstand nachhaltig zu sichern.

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