Der neue Film des Kölner Regisseurs Søren Eiko Mielke nimmt sich ein Thema vor, an dem sich in politischen Talkshows gern die Geister scheiden, dessen konkrete Alltagserfahrung aber meist im Dunklen bleibt: Wie lähmende Verwaltungsvorschriften und Verbotslabyrinthe Deutschlands Infrastruktur-Entwicklung ausbremsen. Mit einer ganz eigenen Handschrift balanciert der Film zwischen Sachlichkeit und zugespitzter Ironie. Ein wenig wie schlechte Comedy – nur leider komplett real.
Verfahren als Fortschrittsbremse
Im Anschluss entbrannte eine energische Diskussion. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer fand klare Worte: 'Die Brillanz des Films liegt darin, dass er das Kernproblem deutscher Bürokratie gnadenlos offenlegt.' Viele der größten Baustellen entstünden, weil grundlegende Strukturen unangetastet bleiben – ein Thema, das nach Palmers Eindruck viel zu selten ernsthaft debattiert wird. Kaum ein Tag, an dem Palmer nicht selbst wegen zeitraubender Hürden oder absonderlicher Paragrafen innerlich die Augen rollt. Jüngst – mal wieder – am Beispiel eines Regionalplans, der bereits seit fast zwei Jahrzehnten feststeckt.
Dringender Appell zum Umdenken
Auch MIRO-Präsident Christian Strunk schlug in die gleiche Kerbe: Für große Herausforderungen wie Energiewende, Klimaschutz und den Erhalt wettbewerbsfähiger Infrastruktur brauche es Tempo – und mineralische Rohstoffe. Statt ständig neue Formulare, Gesetze und Schranken, so Strunk, sei ein radikales Umdenken geboten. 'Weniger Blockade, mehr Pragmatismus!' Beim anschließenden Publikumsgespräch herrschte seltene Einigkeit: Ohne konsequente Entbürokratisierung drohe Stagnation.
Moderator Rafael Binkowski bezeichnete den Film als Ausnahmeerscheinung: 'So unterhaltsam und zupackend hat selten jemand den Wahnsinn von Verwaltungsmarathons zusammengefasst.' Der gemeinsame Tenor: Vorschriften entschlacken und Entscheidungsfreude fördern – jetzt. Der Film entstand mit finanzieller Unterstützung durch MIRO, KiWi und die Initiative zukunft niederrhein. Beide Filmfassungen sind ab sofort öffentlich zugänglich:
Langfassung: https://www.youtube.com/watch?v=mBoQkIdzhz8&t=3s
Kurzfassung: https://www.youtube.com/watch?v=C_ZzPHXk9Mc
Kontakt Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. – MIRO: Susanne Funk (GF Politik & Kommunikation), 030 2021 5660, berlin@bv-miro.org; Sascha Kruchen (Presse), 0171 8139799, kruchen@bv-miro.org; www.bv-miro.org
Der Film 'Was nützen Scheine ohne Steine?' wurde heute in Stuttgart uraufgeführt und thematisiert den lähmenden Einfluss schwerfälliger Genehmigungsprozesse auf zentrale Infrastrukturprojekte in Deutschland, besonders beim Bezug und der Nutzung mineralischer Rohstoffe. In der anschließenden Diskussion forderten sowohl MIRO-Präsident Strunk als auch Boris Palmer eine echte Kulturveränderung: Abbau bürokratischer Hürden, mehr Pragmatismus und Entscheidungsfreude – gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen durch Energie- und Klimakrise. Neuere Entwicklungen aus Pressequellen: Laut einer Analyse der taz verschärfen jüngste Gesetzesinitiativen zwar den Bürokratieabbau, dennoch bleiben viele Unternehmen skeptisch, ob damit das Kernthema tatsächlich gelöst wird (Quelle: taz). Die Süddeutsche Zeitung betont, dass der schleppende Ausbau erneuerbarer Energien häufig direkt an überbordenden Vorschriften scheitert und betroffene Regionen unmittelbare wirtschaftliche Folgen spüren (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Zeit Online hebt hervor, dass Expertinnen und Experten längst eine zustimmende Sachlage sehen, aber dennoch radikales, koordiniertes Handeln von Bund und Ländern fehlt, wodurch der 'Bürokratie-Stau' weiter anwächst (Quelle: Zeit Online).