CDA: Minijobs weiterhin ermöglichen – keine generelle Abschaffung

Der Arbeitnehmerflügel der CDU spricht sich klar gegen ein vollständiges Ende der Minijobs aus – trotz Vorschlägen der Rentenkommission. Sprecher Dennis Radtke betont: Möglichkeiten zum Nebenverdienst müssen für viele Menschen erhalten bleiben.

vor 57 Minuten | 4 mal gelesen

Egal ob man als Schüler, Student, Rentner oder zusätzlich zum Hauptjob arbeiten will, es sollte weiterhin einfach und ohne großes Bürokratiegezeter möglich sein, ein paar extra Euro zu verdienen. Das sieht jedenfalls der CDA-Vorsitzende Dennis Radtke so – ganz anders als Teile der Rentenkommission, die Minijobs abschaffen wollen. Auf der anderen Seite gibt Radtke aber auch zu bedenken: Wer dauerhaft im Minijob bleibt, tappt schnell in die Falle aus wenig Sicherheit und kaum Perspektive. Für ihn gilt: Steuerliche Vorteile können bestehen bleiben, aber der Solidaritätsgedanke im Sozialstaat dürfe nicht unter die Räder kommen. Lob gibt’s von Radtke für die umfassenden Reformvorschläge der Kommission zur Rente. Keine halben Sachen, meint er – die Sicherung im Alter müsse endlich modernisiert werden, auch durch stärkere private und kapitalgedeckte Anteile. Das bricht nicht mit den Prinzipien der gesetzlichen Rente, sondern legt den Grundstein für mehr Generationengerechtigkeit.

Die CDA hält an der Flexibilität der Minijob-Regelungen fest, besonders für diejenigen, die sie als Zuverdienst nutzen. Allerdings plädiert sie für eine bessere arbeits- und sozialrechtliche Absicherung, um die Risiken von Dauer-Minijobs zu begrenzen. Die Vorschläge der Rentenkommission zur Stärkung der Altersvorsorge, inklusive Kapitaldeckung, werden als wichtiger Schritt für die Zukunft angesehen. Laut aktuellen Medienberichten stehen in Deutschland die Themen Minijobs und flexible Beschäftigungsformen weiterhin im Fokus sozial- und wirtschaftspolitischer Debatten. Die Bundesregierung diskutiert über Reformen zur Vereinfachung von Nebenverdiensten und eine gerechtere Ausgestaltung der Alterssicherung (vgl. www.zeit.de, 11.06.2024, "Wie weiter mit der Rente?"). Zudem warnt die Caritas vor sozialen Polarisierungen durch prekäre Beschäftigungsformen, während der DGB flexiblere und sozial abgesicherte Modelle fordert (vgl. www.sueddeutsche.de, 12.06.2024, "Prekäre Jobs in Deutschland"). Parallel zeigen aktuelle Zahlen, dass der Anteil von Minijobbern unter Älteren und Studierenden zuletzt leicht gestiegen ist, was die Notwendigkeit ausgewogener Lösungen unterstreicht (vgl. www.faz.net, 12.06.2024, "Der Arbeitsmarkt in Zahlen").

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