Deutschland setzt auf Aufschwung europäischer KI-Modelle

Die Bundesregierung visiert an, langfristig unabhängiger von US-amerikanischen und chinesischen KI-Lösungen zu werden – und setzt dafür verstärkt auf eine europäische Perspektive.

07.07.26 13:59 Uhr | 2 mal gelesen

Zunehmend rücken für das Digitalministerium nicht mehr nur Tech-Giganten aus den USA oder China in den Fokus. Stattdessen wird gezielt darauf hingearbeitet, die Innovationskraft heimischer Unternehmen zu fördern, zum Beispiel indem öffentliche Stellen vermehrt als Auftraggeber für digitale Projekte auftreten. Gesetzliche Rahmenmaßnahmen auf europäischer Ebene – das klingt juristisch trocken, ist aber ein ziemlich massiver Hebel, den man nicht unterschätzen sollte. Ich frage mich ehrlich: Bleibt dieser Wandel bloß Rhetorik, oder wächst hier wirklich eine eigene europäische KI-Identität heran? Jedenfalls hat sich am Montag der Nationale Sicherheitsrat, ja, tatsächlich im Geheimen, mit den Auswirkungen und Chancen fortgeschrittener KI-Modelle beschäftigt. Besonders betont wurde, wie essenziell der Zugang zu sogenannten Frontier-AI-Modellen ist; also zu jenen KI-Systemen, die an der Spitze der Entwicklung stehen. "Wir müssen sicherstellen, dass europäische Akteure nicht abgehängt werden," so ähnlich drückte sich der Sprecher aus. Übrigens entsteht derzeit auch ein eigenes KI-Sicherheitsinstitut – und dass der Austausch mit dem britischen Partnerinstitut schon angelaufen ist, wirkt ein bisschen wie ein erfreuliches Lebenszeichen in all den Bedenken rund um Kontrolle und Souveränität. Ich bin gespannt, ob solche Kooperationen mehr werden – und ob sie tragfähige Lösungen hervorbringen.

Die Bundesregierung will über neue Strategien wie gezielte öffentliche Aufträge und gesetzliche Regelungen mehr Raum für die Entwicklung europäischer KI schaffen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Zugang zu leistungsstarken, den sogenannten "Frontier-AI-Modelle", deren Kontrolle und Verfügbarkeit für europäische Unternehmen und Behörden als entscheidend für die digitale Souveränität gelten. Das entstehende KI-Sicherheitsinstitut soll zudem den internationalen Austausch fördern – allem voran mit Großbritannien –, um Expertise und Erfahrung rund um fortschrittliche KI zu bündeln. In der aktuellen Berichterstattung wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass Europa im KI-Wettrennen weiter hinter den USA und China zurückliegt. Das neue EU-KI-Gesetz setzt auf ethische KI-Regulierung und schafft einen Rahmen, in dem Innovation und Datenschutz gezielter verbunden werden sollen. Allerdings gibt es unterschiedliche Einschätzungen, wie praxistauglich und wirksam die neuen Maßnahmen letztlich für europäische Unternehmen sind.

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