Deutschland und Kanada setzen auf langjährigen Flüssigerdgas-Pakt

Deutschland sichert sich dank einer neuen Vereinbarung mit Kanada ab den 2030er Jahren über zwei Jahrzehnte hinweg Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG).

heute 15:59 Uhr | 2 mal gelesen

Spricht man über Versorgungssicherheit, landet man früher oder später beim Gas. Jetzt gibt es Neuigkeiten, die aufhorchen lassen: Die staatliche Sefe hat sich mit dem kanadischen Unternehmen Ksi Lisims LNG auf eine langfristige Zusammenarbeit verständigt. Geplant ist eine jährliche Lieferung von etwa einer Million Tonnen LNG, ein Volumen, das – so die Schätzungen – den Bedarf Hunderttausender deutscher Haushalte abdecken kann. Das klingt trocken, ist aber tatsächlich ein ziemlich großer Schritt in der Energiepolitik. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betont, dass es hierbei nicht nur ums Geschäft geht: Vielmehr sei dies ein Signal für eine tiefgreifende Partnerschaft mit Kanada. Interessant: Die geplanten Anlagen zur Verflüssigung des Gases setzen auf erneuerbaren Strom aus Wasserkraft. Ein Detail, das im stetigen Streit um CO₂ und Nachhaltigkeit nicht ganz unwichtig ist. Übrigens – unterschrieben wurde die Vereinbarung stilecht in der kanadischen Botschaft in Berlin. Was das konkret bedeutet? Ziemlich viel, wenn man den Energiehunger der Republik bedenkt. Mit einer Million Tonnen pro Jahr lässt sich immerhin der Gasbedarf von bis zu einer Million Haushalten decken. Klar – die nächsten Jahre bleibt erst mal alles Theorie. Aber in einer Zeit, in der Energiefragen immer zu Nachrichten werden, ist so ein Deal keineswegs nur eine weitere Schlagzeile. Vielleicht sogar ein kleines Ausrufezeichen.

Deutschland und Kanada bauen ihre Zusammenarbeit im Energiesektor weiter aus durch einen langfristigen Liefervertrag für kanadisches LNG. Das Projekt Ksi Lisims LNG soll ab Anfang der 2030er Jahre jährlich eine Million Tonnen Flüssigerdgas nach Deutschland bringen, wobei die Verflüssigung CO₂-arm mittels erneuerbarer Energie aus Wasserkraft erfolgen soll. Diese Partnerschaft wird von Branchenexperten als wichtiger Schritt zur Diversifizierung deutscher Gasimporte und zur Reduzierung der Abhängigkeit von russischem Gas gesehen; zudem reagiert sie auf die Herausforderungen der Energiesicherheit, den Dekarbonisierungsdruck und die steigenden Energiepreise in Europa.

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