Achterbahnfahrt im DFB-Pokal
Die zweite Runde des DFB-Pokals kam daher wie ein Film, den man trotz aller Vorhersehbarkeit nicht abschalten kann. Borussia Dortmund mühte sich erst, jubelte dann über eine scheinbar sichere Führung – nur um kurz darauf gehörig ins Schwitzen zu kommen. Nach einem blitzsauberen Auftakt für den BVB durch Serhou Guirassy und Carney Chukwuemeka (die Vorlagenkette war fast schon einstudiert schön), witterte Werder Bremen in Halbzeit zwei plötzlich Morgenluft.
BVB gibt Führung fast aus der Hand
Die beiden schnellen Tore hatten die Dortmunder Fans auf einen entspannten Abend hoffen lassen, aber man weiß: Im Pokal spukt es manchmal. Werder schaffte es, mitten in Dortmunds scheinbare Souveränität Reißaus zu nehmen. Füllkrug verwandelte erst vom Punkt, traf dann im Lauf "aus dem Nichts" zum Ausgleich – man konnte fast meinen, die Partie stünde kurz vorm Kippen.
Sabitzers Goldmoment
Wer hätte das gedacht: In der dritten Minute der Nachspielzeit trat Marcel Sabitzer an – ein direkter Freistoß aus gut 20 Metern, der wie einfallender Regen an einem trockenen Tag kam. Besser hätte es für Dortmund nicht laufen können: Der Ball zappelte im Netz, das Stadion tobte. Bremen hingegen stand mit leeren Händen da – kein Wunder, dass sich Enttäuschung auf den Gesichtern abzeichnete.
Darmstadt nutzt seine Chance clever
Währenddessen in Elversberg: Dort schien es, als hätte der Pokal eine andere Dramaturgie gewählt. Schon früh sorgte Lars Kehl mit einem Freistoßtreffer für die Führung der "Lilien", die insgesamt bemerkenswert abgezockt wirkten. Der Favorit aus Elversberg rannte fortan an, doch das Glück blieb knapp und der Torwart von Darmstadt war da, wenn er gebraucht wurde. Milan Smit erhöhte dann im richtigen Moment – eine ziemlich reife Leistung.
Klare Sache bei Köln und Gladbach
Anders als in Dortmund oder Saarland blieb es in zwei anderen Stadien überraschungsarm: Der 1. FC Köln ließ Union Berlin beim 5:0 kaum Luft zum Atmen und Gladbach erledigte die Pflicht gegen Karlsruhe mit trockenem 2:0. So unterschiedlich können Pokalabende eben sein – manchmal taumelt man, manchmal tanzt man durch.
Presse & Perspektiven
Im Vorfeld wurden die Rollen verteilt, am Ende brachte der Pokal seine Ur-eigene Spannung ein. Für Dortmund heißt das: Viel Arbeit, mehr Nervenkitzel als nötig. Für Darmstadt: Bonuspunkte und ein wenig Traum vom nächsten Coup.
Pokaldramatik – BVB und Darmstadt weiter
Nach einem irren Spielverlauf zieht Dortmund durch ein Last-Minute-Tor von Sabitzer gegen Bremen ins Achtelfinale ein, während Darmstadt mit starken Standards und Disziplin Elversberg aus dem Pokal wirft.
Rückblick & Ausblick
Köln und Gladbach feierten ebenfalls ungefährdete Siege. Das Weiterkommen von Favoriten und Außenseitern sorgt für frische Spannung in der nächsten Runde. Laut taz stach besonders die Willensleistung von Darmstadt hervor, die im Pokal sonst oft untergehen (
Quelle: taz).
Weitere Fakten & Stimmen der letzten 48 Stunden
Wie n-tv berichtet, musste der BVB fast schon ums Weiterkommen bangen, während der Kölner Sieg als Befreiungsschlag gefeiert wurde (
Quelle: Spiegel Online). F.A.Z. hebt hervor, dass Bremen nach zweimaligem Rückstand unglücklich unterlag und der Pokal einmal mehr zeigt, dass selbst hohe Führungen trügerisch sind (
Quelle: FAZ). Laut Zeit.de lagen bei Darmstadt die Nerven blank vor dem Spiel, was den Erfolg umso bemerkenswerter macht (
Quelle: Zeit).
Aktuelle Einzelheiten aus anderen Quellen:
- Die taz würdigt das taktische Geschick von Darmstadt und beleuchtet die Spielverläufe kritisch (
Quelle: taz).
- Spiegel.de beleuchtet die Schlüsselrollen von Sabitzer und Füllkrug und beschreibt die Stimmung im Stadion (
Quelle: Spiegel Online).
- Zeit.de setzt den Fokus auf die psychologischen Aspekte der Spiele, insbesondere auf die Bedeutung der Standardsituationen für Darmstadt (
Quelle: Zeit).