Drehschluss für schrägen TV-Krimi: Stadlober brilliert als Ex auf Abwegen

München – Paul (Robert Stadlober), Ex-Mann, Untermieter auf dem maroden Speicher seiner alten Liebe (Emily Cox) – eigentlich Grund genug für Liebeskummer und Lebenskrisen. Die Situation kippt vollends, als Elkes Neuer (Jonas Nay), mit dem eigentlich alles ganz harmlos beginnt, urplötzlich einen höchst verdächtigen Abgang macht. Weil Paul überfordert ist, verstolpert er sich in einen Strudel aus Heimlichtuerei, Misstrauen… und sehr brenzligen Nachforschungen. Die Dreharbeiten der bitterbösen ORF-/BR-Komödie unter der Regie von Christopher Schier laufen noch bis Anfang Juli 2026.

heute 10:56 Uhr | 1 mal gelesen

Das Skript stammt aus der Feder von Peter Bruck, angestoßen durch eine Idee von Christopher Schier. Die erstausstrahlung ist für das Jahr 2027 im ARD-FilmMittwoch geplant, parallel dazu in der ARD Mediathek.

Worum geht's?

Paul (Stadlober) steckt tief in einer Lebenskrise: Seine Ehe mit Elke (Cox) ist am Ende, aber irgendwie kann er nicht von ihr lassen. Dass er da noch auf ihrem Dachboden wohnt – und das Ding ist wirklich einsturzgefährdet –, macht es nur absurder. Dann taucht Elke mit dem netten Gerd (Nay) auf. Dumm nur, dass Gerd nach einem missglückten Dachboden-Abenteuer tot ist, und alles wie ein Tatort wirkt – mit Paul als unglaubwürdigem Zeugen. Der Plan: Gerd verschwinden lassen, aber das ist leichter gedacht als umgesetzt. Und dann funkt neben der scharfsinnigen Schwägerin Toni (Reinsperger, die die halbe Zeit in Uniform rumläuft und Paul ohnehin auf dem Kieker hat) auch noch ein ominöser Unbekannter (Striesow) dazwischen…

Hintergrundinfos:

  • Regie: Christopher Schier
  • Drehbuch: Peter Bruck (Idee: Schier)
  • Ensemble: Robert Stadlober, Emily Cox, Stefanie Reinsperger, Jonas Nay, Devid Striesow, Christian Strasser, Zeynep Buyraç, Franziska Singer u.a.
  • Redaktion: ORF (Sabine Weber, Florian Haneder) und BR (Amke Ferlemann, Patricius Mayer)
  • Produktion durch Rundfilm (Koproduktion mit ORF/BR, Förderung u.a. FISA+, Land Niederösterreich)
  • Drehzeitraum: 10. Juni – 8. Juli 2026, Drehorte in Wien und Niederösterreich.
    Ausuftstrahlung: Geplant 2027, FilmMittwoch im Ersten & ARD Mediathek.

Pressekontakt:
Gesine Pucci | gesine.pucci@br.de | +49 89 5900-10556
Julia Perz | julia.perz@br.de | +49 89 5900-10553
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Die Komödie „Der von oben“ mischt schwarzhumorige Krimi-Elemente mit Beziehungschaos und bewegt sich irgendwo zwischen Tragik und Slapstick – ein Setting, das an britische Vorbilder erinnert und zugleich sehr österreichisch bleibt. Auffällig ist die Besetzung mit bekannten Gesichtern des deutschsprachigen Fernsehens; der Regisseur Christopher Schier gilt als Experte für pointierte Regieführung mit feinem Gespür für das leicht Groteske, während Peter Brucks Drehbuch ungewöhnlich düstere Wendungen einstreut. Interessant ist auch die Produktion in Zusammenarbeit mit österreichischen und deutschen Förderstellen, was auf ein Publikum abzielt, das schrägen Humor abseits vom Mainstream schätzt. Aktuelle Presseberichte betonen, dass schwarze Komödien im deutschsprachigen Raum an Zuspruch gewinnen, wohl auch, weil gesellschaftliche Umbrüche und Unsicherheiten nach einer eigenen Sprache verlangen – das gilt besonders für den Fernsehfilm, der zwischen Experimentierfreude und vertrauten Mustern pendelt. Außerdem ist die Branche gerade auf der Suche nach neuen Erzählformen, weil Streamingplattformen und Mediatheken frischen Druck ausüben; ungewöhnliche Stoffe wie „Der von oben“ haben deshalb gute Chancen, mehr Sichtbarkeit abzugreifen als noch vor ein paar Jahren. Nachtrag (Online-Recherche Juni 2024): 1. Die Süddeutsche analysiert die aktuelle ARD-Strategie, gezielt auf eigenwillige, grenzgängerische Stoffe für den FilmMittwoch zu setzen, um jüngeres Publikum zu erreichen, und stellt dabei eine neue Experimentierfreude bei deutschen Krimi-Komödien fest (Süddeutsche Zeitung). 2. Laut Zeit.de werden Koproduktionen zwischen Österreich und Deutschland zunehmend als kreative Brücke genutzt, um Qualität und Reichweite der Produktionen zu steigern, besonders in Hinblick auf Streaming und neue Zuschauerschaften (Zeit Online). 3. Spiegel.de hebt das wachsende Interesse an tragikomischen Fernsehformaten hervor und verweist dabei auf die Herausforderung, zwischen Anspruch und Reichweite zu balancieren – gerade Filme mit schwarzem Humor seien ein Gradmesser für die Risikobereitschaft der Sender (Der Spiegel).

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