Anfangs ein mutiges Experiment, nun Vorreiter für die Branche: Mars und REWE bündeln Ressourcen und Know-how, um ihre Lieferkette erstmals konsequent elektrisch aufzustellen. Was bislang bestenfalls auf lokalen Strecken ausprobiert wurde, passiert jetzt im großen Stil – Produkte aus Werken in Deutschland und den Niederlanden reisen via Mars-Logistikzentrum emissionsarm und lautlos bis ins REWE-Lager Oranienburg und von dort in mehr als 300 Filialen. Der Großteil der Strecke, inklusive innerstädtischer Lieferungen, wird von leistungsstarken E-Lkw gestemmt. Das Ergebnis? Satte 750.000 Liter Diesel weniger, CO2-Einsparungen im Umfang von 2.600 Tonnen (genauer: Well-to-Wheel, also inklusive aller vorgelagerten Prozesse) und über 2,4 Millionen elektrisch gefahrene Kilometer bis 2026 – das alles neben messbar weniger Lärmbelastung, was gerade in Städten wie Berlin spürbar wird. Besonders bemerkenswert: Die Fahrer loben das ruhige, fast schon entspannte Fahrgefühl, verglichen mit den traditionellen Lkw. Skepsis weicht allmählich Zuversicht: Was als Risiko galt, erweist sich zunehmend als praktikabel. Selbst die Kostenbilanz überrascht, denn bereits heute ist auf über der Hälfte der REWE-Streckentouren der Betrieb eines E-Lkw günstiger als Diesel. Dazu kommt, dass volatile Ölpreise künftig noch mehr den Ausschlag zugunsten von Strom geben könnten, erklärt REWEs Logistikchef Lars Siebel. Mars wiederum sieht in diesem gelungenen Testballon ein Modell für internationale Routen und verweist auf die Möglichkeit, die dabei gewonnenen Erfahrungen langfristig auf größere Netzwerke und andere Länder zu übertragen. Natürlich, Herausforderungen bleiben: Reichweite, Ladezeiten und Planung erfordern enge Zusammenarbeit – aber das Projekt belegt, wie viel Potenzial in konsequent umgesetzter E-Mobilität im Schwerlastbereich steckt.
Mars und REWE treiben gemeinsam die nachhaltige Transformation der Lebensmittel-Transportlogistik voran und beweisen in ihrem Elektromobilitäts-Pilotprojekt nicht nur Umweltvorteile, sondern auch messbare Kosteneffizienz: Über mehrere Jahre hinweg fahren nun Zehntausende Produkte batterieelektrisch zu Hunderten Supermärkten, wobei Fahrkomfort und niedrigere Emissionen auch für Fahrer und Anwohner spürbar besser sind. Neue Recherchen zeigen, dass ähnliche Initiativen branchenweit an Schwung gewinnen – allein Mercedes-Benz Trucks vermeldete jüngst den Produktionsstart eines neuen E-Lkw-Modells, das speziell auf Langstrecken ausgelegt ist (Quelle: www.sueddeutsche.de) und DB Schenker rüstet den eigenen Fuhrpark massiv auf, um die Pariser Klimaziele erreichen zu können (Quelle: www.spiegel.de). Fachleute gehen davon aus, dass Skaleneffekte und sinkende Batteriekosten E-Lkw in Zukunft noch attraktiver machen, allerdings warnen Gewerkschaften vor den Herausforderungen für Fahrpersonal, das sich auf neue Technik und teils andere Arbeitsrealitäten einstellen muss. Ob die Nachfrage nach schnellen Lösungen oder die strukturelle Umstellung auf emissionsarme Logistik überwiegt, bleibt offen – sicher ist aber: Mars und REWE setzen ein Zeichen, dass Wandel auch auf komplexen regionalen und grenzüberschreitenden Strecken funktionieren kann.