Stamatelopoulos fordert ein Überdenken der Ausbaupläne für Offshore-Windkraft in Deutschland – die Kosten seien in den vergangenen Jahren um 30 bis 50 Prozent gestiegen. Statt direkt auf die ambitionierten 70 Gigawatt bis 2045 zuzugehen, schlägt er ein flexibleres Vorgehen mit zunächst 55 Gigawatt vor und setzt auf regelmäßige Überprüfung des tatsächlichen Bedarfs und der finanziellen Machbarkeit. Zusätzlich schlägt er eine pragmatischere Regelung zum Netzmanagement vor: Betreiber könnten für begrenzte Zeit auf Entschädigungen verzichten, um die Finanzierung von Projekten transparent und handelbar zu machen. Die Branche leidet aktuell nicht nur unter den gestiegenen Preisen für Technik und Logistik, sondern auch unter Unsicherheit bei Investitionen, politischen Kommunikationsproblemen und langsamen Genehmigungsprozessen. Nach aktuellen Recherchen war der Preisdruck auf Baumaterialien und Spezialschiffe in den letzten Monaten ein großes Thema in Branchenberichten, während Fachmedien ebenfalls die Notwendigkeit flexiblerer Ziele und politischer Klarheit betonen.