Fünffach prämiert: Die bewegende BR-Koproduktion "Vier minus drei" triumphiert beim Österreichischen Filmpreis

Die emotionale Kinoproduktion "Vier minus drei" konnte gleich fünf begehrte Auszeichnungen beim Österreichischen Filmpreis 2026 einheimsen. Unter anderem wurden Adrián Goiginger für die Regie und Valerie Pachner sowie Robert Stadlober für ihre schauspielerische Leistung ausgezeichnet. Auch Drehbuch und Casting überzeugten die Jury.

heute 11:50 Uhr | 4 mal gelesen

Manche Filme erreichen einen Punkt, an dem sie einem so sehr unter die Haut gehen, dass Auszeichnungen irgendwie zwangsläufig erscheinen. "Vier minus drei" ist so ein Streifen: Mit fünf Preisen beim Österreichischen Filmpreis hat die BR-Koproduktion eindrucksvoll abgeräumt. Kurios eigentlich, dass gerade ein Film über Verlust und Überleben so viele Menschen berührt. Valerie Pachner wurde für ihre Aufarbeitung der weiblichen Hauptrolle geehrt, Robert Stadlober für seinen Part als Nebenfigur. Aber es hörte nicht bei der Schauspielerei auf: Sowohl die Regie (Adrian Goiginger) als auch das Drehbuch (Senad Halilbasic) und das Casting unter der Leitung von Angelika Kropej wurden prämiert. Der Film schlug zuerst in den deutschen Kinos am 16. April 2026 auf, mit einer feierlichen Premiere in der "Panorama"-Sektion der Berlinale. Schon dort winkte die nächste Trophäe: das Europa Cinemas Label für den besten europäischen Film. Worum geht's? Barbara (gespielt von Valerie Pachner) und ihr Lebensgefährte Heli (Robert Stadlober) sind Clowns mit Leib und Seele, ihre beiden Kinder füllen das Familienleben mit Energie und Leichtigkeit. Doch das Schicksal schlägt zu und Barbara bleibt zurück – die Familie ausgelöscht durch einen tragischen Unfall. Wie sie letztlich einen Umgang mit Trauma und Trauer findet, ist weder gradlinig noch makellos. Es drängt sich förmlich auf, dass gerade der Versuch, wieder aufs Leben zuzugehen, oft verzweifelt klingen muss. Mut, ein wenig Trotz, und vielleicht auch ein Funken Galgenhumor schimmern durch ihre Geschichte. Der Film erzählt all das aufrichtig ohne falsche Dramatik, was heute selten geworden ist. Die Produktion war ein Gemeinschaftswerk unterschiedlichster Institutionen – von BR, SWR, ARTE und ORF bis zu verschiedenen Filmförderungen. Ein echtes Paradebeispiel dafür, wie Öffentlich-rechtliche oft genug den Mut aufbringen, schwierige Stoffe zu stemmen. Kinostart war am 16. April 2026. Hintergrundmaterialien und weitere Festivalfilme des BR finden sich online bei wirfoerdernfilm.de. Wer Valeries Tränen und Barbaras Lachen auf der Leinwand gesehen hat, wird diesen Film vermutlich nicht so bald vergessen.

Die vielfach ausgezeichnete Kino-Koproduktion des BR, "Vier minus drei", nach der Autobiografie von Barbara Pachl-Eberhart, beleuchtet auf einfühlsame und dennoch radikale Weise den Umgang mit unvorstellbarem Verlust und den Weg zurück ins Leben. Besonders diskutiert wurde in den Medien die schauspielerisch intensive Verkörperung von Trauer und Hoffnung, wobei die nuancierte Regieführung an mehreren Stellen hervorgehoben wird. Aktuelle Pressestimmen heben die gesellschaftliche Relevanz des Werks hervor, das Themen wie Resilienz, Neuanfang und die Rolle von Familie und Humor bei der Bewältigung existenzieller Krisen ungeschönt und doch hoffnungsvoll betrachtet. Weitere Informationen: Der Film ist Teil einer aktuellen Welle von europäischen Produktionen, die sich verstärkt existenziellen Themen widmen und dabei auf authentisches Schauspiel und zurückhaltende Inszenierung statt große Effekte setzen. Toll ist: In Diskussionen um den heimischen Autorenfilm und die Bedeutung von internationaler Festivalpräsenz wird „Vier minus drei“ beispielhaft als Beweis zitiert, dass Geschichten aus dem echten Leben auch international Aufmerksamkeit erzeugen – und Resonanz finden.

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