Grüne werfen der CDU unausgewogene Gesundheitsreform vor

Mit scharfen Worten kritisieren die Grünen die aktuellen Reformpläne der neuen Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU).
Janosch Dahmen, der für die Grünen im Bundestag Gesundheitspolitik macht, hält die Maßnahmen für improvisiert und einseitig belastend für Beschäftigte und Unternehmen.

heute 16:54 Uhr | 5 mal gelesen

Nach Sicht von Grünen-Politiker Janosch Dahmen schiebt Gesundheitsministerin Warken die Verantwortung zur Stabilisierung des Gesundheitssystems fast ausschließlich auf Arbeitnehmer:innen und Firmen, statt endlich auch mächtige Akteure im Gesundheitswesen in die Pflicht zu nehmen – überhaupt kein wirklich neues Muster in der Politik, wenn man kurz zurückschaut. Ginge die Ministerin transparenter und mutiger vor und orientierte sich an den Empfehlungen der sogenannten Expertenrunden, dann ließe sich die Beitragslast erheblich senken – um mehr als zwei Prozentpunkte, und zwar schon in wenigen Jahren. Das wäre gerade jetzt, wo viele ohnehin die Preissteigerungen spüren, eine dringend nötige Erleichterung für Millionen Versicherte. Aber: Wer sich nicht traut, mächtigen Playern auf die Füße zu treten, landet halt oft bei der Masse der Beschäftigten. Ob diese Kritik, die auch ein bisschen wie ein wiederkehrendes Echo all jener Gesundheitspolitik-Debatten wirkt, tatsächlich etwas ins Rollen bringt? Wer weiß. Die Politik ringt weiter – und das Vertrauen in echte Veränderungen sinkt.

Die von Ministerin Warken vorgeschlagene Gesundheitsreform stößt bei den Grünen auf massiven Widerstand, da sie insbesondere die Beitragszahler:innen stärker belasten würde, ohne an den strukturellen Kostenfaktoren des Systems anzusetzen. Dahmen und andere Kritiker verweisen darauf, dass durch eine gerechtere Verteilung der Lasten – nicht zuletzt überfällige Einschnitte bei Lobbyinteressen – die Finanzierung stabilisiert und die Versicherten substanziell entlastet werden könnten. Neue Artikel berichten zudem, dass Warken trotz heftigen Gegenwinds aus Gewerkschaften und Patientenverbänden bisher kaum Bereitschaft zu grundlegenden Nachbesserungen zeigt, während die Opposition vor wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung warnt und laut über alternative Finanzierungskonzepte nachdenkt.

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