Soldaten der Bundeswehr stehen täglich im Dienst und tragen im Großen wie im Kleinen zum Land bei. Doch jenseits von Uniform, Routine und Hierarchie begegnen sie Problemen, die man ungern auf dem offiziellen Weg klären will – zu groß ist die Angst vor dem berüchtigten Eintrag in die Personalakte. „Gerade bei sensiblen Themen wie mentaler Gesundheit blockiert oft die Furcht vor Konsequenzen“, sagt Saad Chahrrour, Initiator von Soldatenhilfe e.V.
Er und sein Team – alles gestandene Soldaten mit reichlich Erfahrung – hatten irgendwann genug davon, immer nur interne Abläufe und Vorschriften zu sehen, aber wenig echte Anlaufstellen. So entstand Soldatenhilfe e.V.: Ein Netzwerk aus Kennern der Materie, das seinen Mitgliedern unbürokratische Unterstützung bietet, wenn Papierkrieg, persönliche Sorgen oder einfach Rat gebraucht werden.
Worum es wirklich geht: Hürden abbauen, Sicherheit schaffen
Über einen anonymisierten Chat stehen die Experten bereit. Egal, ob Trennungsgeld, Versetzungen, Steuer oder Versicherungen – hier sitzen Menschen, die jeden Paragrafen nicht nur auswendig kennen, sondern schon zigmal angewendet haben. Aus eigener Erfahrung wissen sie, wie leicht Soldaten glauben, gut abgesichert zu sein, nur um dann im Ernstfall böse Überraschungen zu erleben. Die Beratungen des Vereins sollen helfen, vorbeugend Lücken zu schließen – und das ganz bewusst ohne Bürokratiedeutsch oder den Druck, alles gleich offenlegen zu müssen.
Natürlich bleibt es nicht beim Papierkram. Gerade der Wunsch nach Hilfe beim Thema Psyche ist spürbar gewachsen. Weil zu viel Hürde und zu wenig Mut für den offiziellen Weg herrscht, plant der Verein, auch hier stärker einzusteigen: mit diskretem Screening, Empfehlungen und notfalls Kontakt zu professionellen Therapeuten – ohne dass gleich der Dienstherr alles weiß.
Der Mensch zählt – egal ob Rekrut oder alter Hase
Mit seiner Biografie bringt Saad Chahrrour neben militärischer Kompetenz auch ein Stück Familiengeschichte ein: Die Neigung, sich zu engagieren, ist ihm quasi vererbt worden. Nach einer familiären Tragödie fasste er den Entschluss, das Ehrenamt auf seine Art weiterzuführen – nun eben als Ansprechpartner für Soldaten. Von Rekruten bis hin zu langgedienten Offizieren: Soldatenhilfe e.V. gibt niemanden verloren. Chahrrour: „Wir sind einfach da. Unauffällig und loyal.“
Wer als Soldat Rat braucht, ein Gespräch sucht oder einen prüfenden Blick auf Versicherungen wünscht, findet alles weitere auf soldatenhilfe.de.
Kontakt:
Soldatenhilfe e.V., Friedrichstraße 171, 10117 Berlin
info@soldatenhilfe.de
www.soldatenhilfe.de
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Soldatenhilfe e.V. stellt eine einzigartige Anlaufstelle für Bundeswehrsoldaten dar, die Unterstützung jenseits der offiziellen Strukturen benötigen – und das komplett vertraulich. Besonders auffällig ist dabei die Bereitschaft des Teams, nicht nur auf Anfragen zu Versicherungen, Bürokratie oder steuerliche Belange zu reagieren, sondern sich auch dem oft tabuisierten Thema mentale Gesundheit zu widmen. Ein Punkt, der auch durch jüngste Berichte gestützt wird: Der Bedarf an unabhängigen, anonymen Beratungsangeboten ist in den letzten Jahren stark gestiegen, da viele Soldaten weiterhin Ängste vor negativen dienstlichen Konsequenzen haben, sollte ihre Schwäche oder ein Problem öffentlich werden. In den Medien wird zunehmend thematisiert, wie entscheidend solche neutralen Stellen sind, um die Barrieren zwischen offizieller Fürsorge und tatsächlicher Hilfserfahrung zu überwinden – das betrifft gerade Soldaten in Auslandseinsätzen, aber auch jene, die Beistand im deutschen Alltag brauchen. Aktuell experimentiert die Bundeswehr zwar selbst mit neuen Angeboten für psychosoziale Hilfe, aber Soldatenhilfe e.V. füllt mit seiner besonderen Mischform aus Erfahrung, Diskretion und Alltagsnähe eine wichtige Lücke, die staatliche Lösungen nicht immer schließen können.