Inflation legt im September zu: Energiepreise heizen Teuerung auf 3,3 Prozent an

Laut ersten Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Inflation im September vor allem wegen steigender Energiepreise gestiegen. Ohne Energie und Lebensmittel fällt der Inflationsanstieg deutlich moderater aus.

heute 14:24 Uhr | 2 mal gelesen

Im September rechnet das Statistische Bundesamt mit einer Teuerungsrate von 3,3 Prozent. Das klingt erstmal nach viel, noch im August lag der Wert immerhin bei 2,9 Prozent – das sind schon ein paar Prozentpunkte Unterschied.

Lage im Monatsvergleich

Auch im direkten Monatsvergleich sind die Preise laut den Berechnungen deutlich geklettert, nämlich um 0,6 Prozent. Wenn man Nahrungsmittel und Energie herausrechnet, bleibt eine Kerninflation von 2,4 Prozent übrig.

Energiepreisschock und seine Folgen

Der eigentliche Knackpunkt liegt aber – Überraschung – mal wieder bei den Energiepreisen. Diese lagen im September satte 14,9 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Zum Vergleich: Im August waren es noch 10,5 Prozent, im Juli 8,3 Prozent. Die September-Schätzung ist noch nicht endgültig, aber der Trend ist klar.

Dass dieser Anstieg fast ausnahmslos durch Energie zustande kommt, ist bemerkenswert. Eine echte Verschnaufpause für die Haushalte gibt es damit kaum, auch weil sich höhere Energiekosten oft in anderen Bereichen niederschlagen. Unternehmen geben gestiegene Aufwände meist zeitverzögert weiter, zum Beispiel über Transport oder Produktion. Aus dem 0,6-Prozent-Plus von August auf September spricht eine gewisse Unruhe im System – irgendwie hat man das Gefühl, dass es jederzeit an mehreren Enden brennen könnte.

Kerninflation: Was bleibt, wenn Energie außen vor bleibt?

Die Kerninflation von 2,4 Prozent erzählt jedenfalls eine etwas andere Geschichte: Sie zeigt, dass viele Güter und Dienstleistungen momentan nicht überproportional teurer werden. Für die Europäische Zentralbank ist gerade diese Zahl ein wichtiger Indikator, denn kurzfristige Energieausrutscher führen oft zu Fehleinschätzungen in der Wirtschaftspolitik. Letztlich bleibt aber vieles unsicher: Wie geht es weiter mit den Energiepreisen? Und wie wirkt sich das am Ende auf die Verbraucher aus? Die endgültigen Zahlen kommen noch, aber mit großen Überraschungen rechnet kaum jemand.

Im September ist die Inflation in Deutschland deutlich auf 3,3 Prozent angestiegen. Als Hauptverursacher gilt ein kräftiger Sprung bei den Energiepreisen, die sich im Jahresvergleich um beinahe 15 Prozent verteuerten. Die Kerninflation, bei der Nahrungsmittel und Energie außen vor bleiben, zeigt dagegen mit 2,4 Prozent eher gemäßigte Werte. Gerade für private Haushalte bleibt die Kostensituation durch höhere Energiekosten angespannt, was auch indirekte Preisanstiege in anderen Bereichen mit sich bringen kann.

Aktuelle Recherchen ergänzen

Ein Blick in die Berichterstattung der letzten 48 Stunden zeigt: Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die Unsicherheit an den internationalen Energiemärkten weiterhin für volatile Preise sorgt, insbesondere aufgrund geopolitischer Spannungen und saisonaler Schwankungen. Spiegel Online hebt hervor, dass Verbraucher zunehmend auf staatliche Entlastungsmaßnahmen setzen, zugleich aber die langfristige Rolle der Geldpolitik intensiv diskutiert wird. Die FAZ schildert, wie Unternehmen ihre Preisgestaltung neu justieren, insbesondere in Sektoren mit hoher Energieabhängigkeit – dies könne zu weiteren indirekten Preissteigerungen führen, die den Alltag vieler Menschen belasten.

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