Wie jedes Jahr versammelte der RIMOWA Design Prize eine Jury, die sich diesmal gemeinsam mit Beatrice Monguidi (CEO von RIMOWA) und Alexandre Arnault (Vorsitzender) auf die Suche nach frischen Impulsen im Designdenken machte. Nach eingehender Begutachtung der Projekte wurden sieben Teams und Einzelpersonen geehrt. Der Hauptpreis ging an Samuel Nagel und Paul Feiler von der HfG Schwäbisch Gmünd, betreut von Tim Richter. Ihre Entwicklung: NURA – ein schmuckes Armband, das nicht einfach nur hübsch aussieht, sondern die Funkensprache von Tauben in die Wortwelt der Hörenden holt und umgekehrt gesprochene Worte sofort als Text für Gehörlose anzeigt. Innovativ und, so sagt man, ein echter Brückenbauer der Inklusion!
Eine besondere Erwähnung wert: Niklas Henning von der Hochschule Magdeburg-Stendal lieferte mit dem Paludi Harvester ein ausgeklügeltes System zur nachhaltigen Ernte von Schilf in Moorlandschaften, das nicht nur das fragile Gleichgewicht der Natur schützt, sondern auch Potenzial für die Landwirtschaft birgt.
Alle Finalist:innen erhielten Preisgelder; der erste Platz nimmt 20.000 Euro mit, die Sonderauszeichnung 10.000 Euro, die übrigen bestehen sich mit jeweils 5.000 Euro. Bildmaterial und die offizielle Pressemitteilung können via Link angesehen werden.
Ach ja, und RIMOWA selbst? Die Marke steht seit über 120 Jahren für Innovation auf Rollen, von Aluminiumkoffern bis zum Polycarbonat. Seit dem Zusammenschluss mit LVMH und der lebenslangen Garantie gibt sich RIMOWA nicht bloß als Kofferhersteller – man versteht sich inzwischen als Lifestyle-Pionier zwischen Handwerkskunst und moderner Technik. Info und Kontakt: Siehe unten.
Der diesjährige RIMOWA Design Prize hat erneut visionäre Designstudierende aus Deutschland ins Scheinwerferlicht gerückt. Insbesondere das Siegerprojekt NURA setzt einen starken Akzent in der barrierefreien Kommunikation, während das Paludi Harvester-Projekt nachhaltige Lösungen für umweltbewusste Landwirtschaft ins Spiel bringt. RIMOWA bleibt mit dem Wettbewerb ein wichtiger Befürworter nachhaltiger Innovation, was sich angesichts der aktuellen Fokussierung zahlreicher Unternehmen auf Klimaschutz und Inklusion auch im Diskurs anderer Branchen zeigt.
Recherchen der vergangenen 48 Stunden belegen, dass ähnlicher Innovationsgeist derzeit branchenübergreifend gefragt ist: So berichtet ZEIT Online von einem neuen Stipendienprogramm in der deutschen Kreativwirtschaft, das gezielt auf nachhaltige Designansätze setzt. Die FAZ widmete sich jüngst jungen Architekturteams, die mit inklusiven, umweltorientierten Bauprojekten neue Maßstäbe in der Stadtplanung setzen. Auf t3n.de wurde eine Initiative vorgestellt, bei der Start-ups an interaktiver, barrierefreier Produktentwicklung arbeiten, um digitale und analoge Welten besser zu verbinden.