Kanzleramt schwitzt – Klimaanlage bleibt Mangelware

Im Bundeskanzleramt herrscht derzeit tropisches Klima – nicht nur draußen steigen die Temperaturen, sondern auch drinnen kommen Kanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Crew ins Schwitzen.

heute 08:28 Uhr | 3 mal gelesen

Laut einem Bericht der 'Rheinischen Post', der sich auf einen Sprecher der Regierung beruft, ist das Bundeskanzleramt bislang nicht durchweg mit einer Klimaanlage ausgestattet. Merz selbst genießt in seinem Arbeitszimmer immerhin den Luxus gekühlter Luft, doch wie genau dort klimatisiert wird, ist nebulös geblieben. Für andere Bereiche heißt es: Ventilator anschmeißen, Wasserspender aufsuchen und hoffen, dass die baulichen Tricks – vielleicht Jalousien, vielleicht dicke Wände – ein bisschen Wirkung zeigen. Ein schöner Arbeitsplatz an heißen Tagen? Kaum. Aus dem Kanzleramt ist zu hören: Reicht nicht – nicht mal annähernd. Interessant wird es, wenn man auf die Zukunft schaut: Im Erweiterungsbau im Kanzlerpark soll eine neue Technik, ein sogenanntes Heiz- und Kühldeckensegel, dafür sorgen, dass überhaupt erst eine angenehmere Temperatur herrscht. Dazu gibt es eine Lüftungsanlage, die Frischluft rein- und schlechte Luft rausbläst. Ganz ehrlich: Wenn das Haus der Bundesregierung in Hitzewellen improvisiert, bleibt ein schräges Gefühl.

Im Bundeskanzleramt sind Mitarbeitende aktuell gezwungen, mit Ventilatoren und Wasser gegen die Hitzewelle anzukämpfen, da nur das Büro des Kanzlers klimatisiert ist – wie genau, ist weiterhin unklar. Obwohl bauliche Maßnahmen wie Jalousien oder spezielle Fenster zur Temperatursenkung beitragen sollen, sind diese im Alltag längst nicht ausreichend, was zu Kritik und erhöhter Belastung bei den Beschäftigten führt. In den kommenden Jahren soll der Erweiterungsbau mit modernen Kühl- und Lüftungssystemen ausgerüstet werden, doch bislang heißt es vor allem: durchhalten und schwitzen. Aktuelle Recherchen zeigen zudem, dass Hitzewellen für viele Bundesgebäude ein Problem darstellen und Debatten um nachhaltige Klimatisierungslösungen an Fahrt aufnehmen. Laut taz häufen sich Meldungen über zu hohe Temperaturen in öffentlichen Einrichtungen, was auch zu gesundheitlichen Problemen führen kann; gleichzeitig werden Forderungen nach mehr Investitionen in grüne Gebäudetechnik lauter. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass in Behörden vielerorts improvisiert wird – mit Ventilatoren, mobilen Klimageräten und externen Dienstleistern, während der Spiegel ergänzt, dass baulicher Nachholbedarf besteht, insbesondere angesichts der zunehmenden Extremwetterlagen.

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