Also, was bleibt hängen nach diesem berühmten langen Abend? Ehrlich gesagt: nicht viel. Nach sechs Stunden angestrengter Gespräche gab es nur eine vage Einigung – ein 'Arbeitsprozess', mehr nicht. Was genau das bedeutet? Bleibt unklar. Die Chefs der Regierungsparteien wollten offenbar nicht mit handfesten Beschlüssen vor die Mikrofone treten; Pressekonferenz? Fehlanzeige. Einige Teilnehmer warfen mit Phrasen über ‚gute Stimmung‘ um sich, wie das Blatt „Politico“ berichtete. Das war es dann im Grunde: keine greifbaren Resultate, aber wenigstens waren dieses Mal keine lauten Streitereien zu hören. Das ist ja schon ein kleiner Fortschritt verglichen mit dem letzten Fiasko in der Villa Borsig, wo es nicht nur ordentlich gekracht hatte, sondern auch die großspurig angekündigte Entlastungsprämie an der Realität der Bundesratsabstimmung gescheitert war. Wieder mal viel Erwartungen, wenig Output.
Der Koalitionsausschuss am Dienstagabend endete ohne konkrete Ergebnisse, stattdessen einigte man sich lediglich darauf, in den kommenden Wochen weiter an den anstehenden politischen Vorhaben zu arbeiten – genaue Schritte blieben geheim. Die angespannte Stimmung der letzten Sitzung konnte vermieden werden, doch an greifbaren Fortschritten mangelte es deutlich; Pressevertretern blieb eine Erklärung schuldig. In den aktuellsten Medienberichten ist von einer verstärkten Erwartungshaltung der Bevölkerung die Rede und davon, dass die Koalition unter erhöhtem Druck steht, nun endlich sichtbare Ergebnisse zu liefern.