Trotz des jüngsten Rückgangs geben sich viele Autofahrerinnen und Autofahrer wenig enthusiastisch; der ADAC kritisiert, dass das jetzige Preisniveau nach wie vor zu hoch sei. Dabei läuft in wenigen Tagen – zum Monatswechsel – der Tankrabatt aus, wodurch eine steuerbedingte Verbilligung von etwa 17 Cent je Liter wegfällt. Auch der Ölpreis (Brent) bewegt sich derzeit mit etwa 77 Dollar pro Barrel auf einem vergleichsweise niedrigen Stand, während der Euro gegenüber dem Dollar weiter abwertet und damit Importe verteuert. Aber: Laut ADAC ist da noch Luft nach unten, was die Preise betrifft. Zum Ablauf des Steuererleichterung ist mit einem sprunghaften Anstieg zu rechnen – locker 17 Cent pro Liter mehr wären denkbar und werden von Branchenexperten erwartet.
Die Empfehlung des ADAC: Noch vor dem Preissprung Ende Juni auftanken. Wer ganz sicher gehen will, füllt am besten am 29. Juni auf und möglichst vor Mittag – denn erfahrungsgemäß schlängeln sich ab Mittag die Preise an den Zapfsäulen wieder in die Höhe. Besonders am 30. Juni könnte es zu außerplanmäßigen Preisaufschlägen kommen, weil Mineralölgesellschaften sich gegen schlagartige Nachfrage absichern möchten.
Kleine Alltagshilfe: Die günstigsten Tankpreise findet man in der Regel kurz vor 12 Uhr mittags; danach treiben sie das Tageshoch an, bevor es im Laufe des Nachmittags wieder etwas bergab geht. Durchschnittlich trennen den Tagestiefst- vom Höchststand satte 14,6 Cent bei Super E10 und sogar 18,4 Cent bei Diesel – da macht das Timing einen überraschend großen Unterschied.
Wer zudem Tankstellen vergleicht – beispielsweise per "ADAC Drive"-App – kann zusätzliches Sparpotenzial heben. Die App liefert aktuelle Preise für mehr als 14.000 deutsche Tankstellen. Weitere Informationen zu Ölmarkt, Preisentwicklung und Spartipps gibt es unter www.adac.de/tanken.
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Die Spritpreise sinken kurz vor dem Ende des deutschen Tankrabatts nochmals spürbar. Während Verbraucher sich über Entspannung an der Zapfsäule freuen, mahnt der ADAC zur Vorsicht: Die Preise gelten weiterhin als überteuert und könnten mit Auslaufen des Rabatts abrupt wieder steigen. In den letzten Tagen vor Monatsende empfiehlt sich deshalb ein rechtzeitiges Tanken, bevorzugt vormittags, um von den letzten günstigeren Konditionen zu profitieren. Hintergrund: Die Energiesteuer auf Kraftstoffe ist durch den Tankrabatt bis Ende Juni stark reduziert; diese zeitlich befristete Steuersenkung wurde eingeführt, um die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf Energiepreise abzufedern. Mit dem Auslaufen steigen Experten zufolge die Spritpreise voraussichtlich schlagartig, da Händler die Steuern wieder voll umlegen. Die Ölpreise sind international weiterhin volatil, aber auf moderatem Niveau; am deutschen Markt bleibt die Währungsentwicklung ein Kostentreiber. Zudem kritisieren Verbraucherverbände die mangelhafte Weitergabe von Steuersenkungen an die Endkunden (sogenannte „Rabattschere“) und fordern mehr Transparenz bei der Preisbildung.