Powernapping, das berühmte Nickerchen zwischendurch, verspricht nicht nur einen frischen Kopf, sondern hilft auch gegen das gefürchtete Nachmittagstief – egal ob im Homeoffice oder auf der Station im Krankenhaus. Laut Dawid Özkök, Inhaber eines Berliner Betten- und Matratzengeschäfts, sollten insbesondere Beschäftigte in Berufen mit hoher Verantwortung (Stichwort Pflege oder Klinikbetrieb) auf ein kurzes Ausruhen nicht verzichten müssen. Weil klassische Ruheräume oft fehlen, lautet seine Devise: improvisieren. Nackenstützkissen, handliche Decken oder flexible Lendenstützen verwandeln fast jeden Stuhl in eine Mini-Oase – ob im Großraumbüro, im Wartezimmer oder sogar unterwegs in Bus und Bahn. Özkök empfiehlt, nicht auf ein Gefühl der Geborgenheit – etwa dank einer leichten Decke – zu verzichten, um besser abschalten zu können. Natürlich: Ein Powernap ersetzt keinen richtigen Schlaf, hilft jedoch, ein Leistungstief zu überwinden. Das größte Hindernis sieht Özkök übrigens in der skeptischen Grundhaltung vieler Betriebe. Noch sei die Einsicht, dass so ein kurzer Schlaf keine Faulheit, sondern smarte Selbstfürsorge ist, längst nicht überall angekommen.
Kurze Nickerchen am Arbeitsplatz oder im Homeoffice fördern nachweislich Aufmerksamkeit, Konzentration und Regeneration. Studien unterstreichen, dass bereits 10-20 Minuten Powernap Herz und Gehirn eine Pause verschaffen, was besonders in stressigen Berufen – wie der Pflege – entscheidend ist. In den letzten Jahren setzen Unternehmen vermehrt auf Entspannungsbereiche oder Räumlichkeiten zum Kurzschlafen, wenngleich ein kultureller Wandel in vielen Büros erst allmählich stattfindet. Neu ist, dass auch Tech-Konzerne wie Google oder SAP sogenannte Nap Pods aufstellen; die Nutzung wird als Zeichen proaktiver Gesundheitsvorsorge verstanden. Neben ergonomischen Hilfsmitteln (wie Nackenkissen) sind auch flexible Arbeitsmodelle im Gespräch, die individuellen Erholungspausen mehr Raum geben. Aktuelle Artikel thematisieren zudem, dass Powernapping helfen kann, den gestiegenen psychischen Belastungen durch die Arbeitsverdichtung entgegenzuwirken.