Es gibt Abende, da hängt Glück und Pech ganz nah beieinander – das gestrige Aufeinandertreffen in Gruppe E war genau so einer. Gleich zu Beginn versuchten beide Teams, mit ordentlich Wumms nach vorne zu spielen. Ecuador schien fast unter Strom zu stehen: Erst Yeboah, dann Minda – beide knallen das Leder ans Gebälk. Valencia probiert's später aus ziemlich spitzem Winkel, trifft aber auch nur den Außenpfosten. Da hätte es schon 2:0 stehen können, aber – typisch Fußball – der Ball wollte partout nicht rein. Nach der Pause ging das Gerangel weiter. Kein Team ließ wirklich locker, trotzdem brachte niemand die Kugel entscheidend über die Linie. Dann die Wende in den allerletzten Zügen: Amad Diallo, eben erst eingewechselt (nicht ganz unwichtig zu sagen!), stochert den Ball in der 90. Minute ins Netz. Jubel bei der Elfenbeinküste – pure Ernüchterung bei Ecuador. Die Konstellation in Gruppe E? Deutschland bleibt vorne, dahinter nun die Ivorer. Ecuador und Curacao müssen neue Hoffnung schöpfen. Interessant: So ein Spiel hätte sich niemand zu Beginn ausmalen können.
Die Elfenbeinküste hat sich gegen Ecuador tatsächlich bis zur letzten Sekunde aus der Deckung gewagt – mit Erfolg. Das Spiel war von hoher Intensität und zahlreichen Aluminiumtreffern geprägt. Die Entscheidung fiel durch einen Joker-Treffer in der Nachspielzeit, der die Gruppe E durcheinanderwirbelt. Zugleich bleibt Deutschland vorne, während Ecuador dringend Punkte braucht, um noch mitzumischen.
Neue Recherche: In anderen WM-Gruppen teils ähnlich knappe Entscheidungen, was den Nervenkitzel noch weiter steigert. Die Frage, ob Ecuador noch Chancen auf das Weiterkommen hat, beschäftigt nun Fans wie Experten; zumal man sieht, wie einerseits ein starker Einsatz nicht immer reicht, und ein Moment doch alles drehen kann. Die Stimmung in der Elfenbeinküste ist entsprechend euphorisch – eine seltene, aber gefeierte Fußballnacht.