Legionellen: Unsichtbare Gefahr im Wasser
Legionellen – mikroskopisch kleine Bakterien, die am liebsten warmes, ruhiges Wasser mögen. Wer ihnen lange Leitungen und Sommerhitze spendiert, der legt ihnen unfreiwillig einen Wellnessbereich an. Besonders fatal: In den Ferienzeiten, wenn Wohnungen leer sind, stehen die Leitungen quasi still. In der Folge kann sich ein Biofilm aufbauen, den die Bakterien lieben – und in dem sie sich blitzartig vermehren. Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad reichen, schon läuft die Mikroparty. Erst ab 55 Grad wird’s ungemütlich, ab 60 Grad ist Schluss mit lustig.
Kommt das Wasser dann etwa beim Duschen als feiner Nebel in die Lunge, können Infektionen auftreten – vom banalen Fieber bis zur gefürchteten Legionärskrankheit. Die wenigsten denken daran, aber auch Wasserhähne, Pools oder Luftbefeuchter können zur Gefahrenquelle werden. Trinken mag unproblematisch sein, aber Einatmen ist eine andere Geschichte.
Wer trägt die Verantwortung und wie lässt sie sich schultern?
Für viele Eigentümer und Verwalter ist die Sorge um die Wasserqualität nicht optional, sondern Pflicht – geregelt durch die Trinkwasserverordnung. In Wohngebäuden mit großen Leitungsnetzen verlangen die Vorschriften alle drei Jahre einen Legionellen-Check, oft mehr. Gar nicht so einfach im Alltagsstress. Digitale Tools, wie sie Techem anbietet, schaffen da Abhilfe: Prüfpflicht-Checks, Online-Tools zur Terminplanung – die Bürokratie wird so zumindest etwas entschärft.
"Die fortlaufende Kontrolle der Trinkwasserhygiene ist Pflicht und Verantwortung zugleich. Digitale Lösungen machen die Legionellenprüfung transparenter und erleichtern Verwaltung wie auch organisatorischen Alltag", sagt Daniel Groh, Trinkwasserspezialist bei Techem. Kooperationen mit zertifizierten Labors und digitale Services sollen die Hürden senken.
Unterm Strich gilt: Wer jetzt – am Beginn der Sommerferien – vorausschauend handelt, kann nicht nur das Risiko für die Bewohner senken, sondern auch gesetzliche Sanktionen vermeiden. Es lohnt sich übrigens auch für jeden Reisenden, nach der Rückkehr erst mal kalt und heiß durchzuspülen, bevor das Wiedersehen mit der eigenen Dusche ausgiebig gefeiert wird.
Der Sommer bringt nicht nur Sonne, sondern birgt auch das Risiko eines erhöhten Legionellenwachstums in wenig genutzten oder leerstehenden Gebäuden. Rechtlich sind Eigentümer und Verwalter dazu verpflichtet, regelmäßig Prüfungen durchzuführen, was dank digitaler Hilfsmittel wie Online-Rechnern und Prüfpflicht-Checks inzwischen einfacher machbar ist. Die aktuellen Diskussionen auf dem Gebiet konzentrieren sich stark auf Prävention, stärkere rechtliche Kontrollen und technische Innovationen zur Vereinfachung der regelmäßigen Wasserhygiene-Prüfung.
Aktuelle Berichte zeigen, dass nach wie vor viele Vermieter die gesetzlichen Vorgaben für Wasserhygiene nicht konsequent einhalten – insbesondere in Großstädten wie Hamburg steigen die Risiken in Ferienzeiten. Präventionskampagnen und gezielte Kontrollen gelten als zentrale Strategie, um Ausbrüche zu verhindern, wobei die Verknüpfung von Digitalisierung und Laboranalyse zunehmend an Bedeutung gewinnt. Experten empfehlen zudem, dass Bewohner nach längerer Abwesenheit Wasserhähne und Duschen erst gut durchspülen, um potenzielle Gefahren zu minimieren.