Das Statistische Bundesamt hat am Montag frische Zahlen zum Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz vorgelegt: Knapp 2 Prozent weniger Menschen als noch 2024 haben die begehrte Förderung für berufliche Weiterbildung erhalten, genau 186.100 Personen. Trotzdem ist die bewilligte Gesamtsumme leicht gestiegen – mit rund 1,1 Milliarden Euro wurde ein neuer Höchststand erreicht. Wer gefördert wurde, konnte sich im Schnitt über einen Zuschuss von 5.200 Euro freuen, und obendrauf gab’s noch ein Darlehen von durchschnittlich 1.800 Euro – jeweils einen Hunderter mehr als im Vorjahr. Die finanzielle Unterstützung deckt alles ab: Vom Lebensunterhalt und Kinderbetreuung über Kursgebühren bis hin zu Material für Projekte oder Prüfungen. Erzieherinnen und Erzieher wurden wie gehabt am häufigsten unterstützt – 52.000 Mal war das der Fall. Allerdings ist die Zahl gerade hier um deutliche 6 Prozent geschrumpft. Direkt danach kamen die Klassiker Industriemeister Metall (9.600 Geförderte) und Wirtschaftsfachwirte (9.100). Seit 1997 – der ersten Erhebung dieser Art – hat sich das Programm rasch entwickelt: Von damals 49.300 bis heute 186.100 Geförderte, der Rekord wurde aber 2022 mit 192.400 Teilnehmenden erreicht. Spannend am Rand: Der Anteil Frauen ist mächtig geklettert – von anfangs 17 auf inzwischen 42 Prozent, auch wenn die Spitze mit 44 Prozent 2022/2023 schon überschritten wurde. An manchen Stellen fragt man sich, ob die Entwicklung anhält oder sich neue Trends auftun werden – immerhin scheint das Interesse an bestimmten Berufen gerade kräftig zu schwanken.
Die neuen Zahlen zum Aufstiegs-BAföG zeigen einen leichten Rückgang bei der Zahl der Empfänger, während die durchschnittlichen Förderbeträge und die Gesamtsumme erneut angestiegen sind. Besonders auffällig bleibt der hohe Unterstützungsbedarf für Erzieher – trotz eines aktuellen Rückgangs –, während der Frauenanteil deutlich gegenüber den Anfängen in den 1990ern gewachsen ist. Perspektivisch bleibt spannend, wie sich das Förderprogramm an den Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Veränderungen anpasst, zumal aktuelle Debatten rund um Fachkräftemangel, Weiterentwicklung der Berufsbildung und verstärktem genderspezifischen Zugang in Medien und Politik weiter diskutiert werden. Nach aktuellem Stand plant das Bildungsministerium laut mehreren Medienberichten zudem eine Modernisierung des Aufstiegs-BAföG, um digitale Fortbildungen stärker einzubeziehen und die Zugangswege noch flexibler zu gestalten, wie etwa auf Quelle: [Spiegel Online] und Quelle: [Zeit Online] berichtet wird.